1. Multikulturelles Fest im Elternhaus gefeiert

    Prof. Dr. Wilhelm Struckmeier neuer Präsident der Internationalen Hydrogeologen

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    AUETAL-REHREN (tt). Der Leiter der Fachgruppe "Internationale Zusammenarbeit, Grundwasser" bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Wilhelm Struckmeier, wurde im japanischen Toyama für vier Jahre zum Präsidenten der Internationalen Gesellschaft der Hydrogeologen (IAH) gewählt. Die IAH ist mit derzeit 3.800 Mitgliedern aus über 140 Ländern die bedeutendste internationale Nichtregierungsorganisation für Grundwasser. Struckmeier ist nach dem ehemaligen BGR-Präsidenten Prof. Dr. Hans Joachim Martini (1962-1969) erst der zweite deutsche Präsident in der über 50-jährigen Geschichte der IAH. Auf der Mitgliederversammlung der IAH in Toyama/Japan wurde Struckmeier außerdem für sein langjähriges Wirken bei der Erstellung von Grundwasserkarten mit dem so genannten Präsidentenpreis der IAH geehrt. Mit der Auszeichnung wurden vor allem seine Verdienste bei der erstmaligen weltweiten Kartierung der Grundwasserressourcen im Gemeinschaftsprojekt "World-wide Hydrogeological Mapping and Assessment Programme" (WHYMAP) gewürdigt. An dem Projekt waren neben der BGR und der IAH auch die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, UNESCO, sowie weitere Partner beteiligt. Wilhelm Struckmeier ist ein gebürtiger Auetaler und lebt derzeit in der Nähe von Hannover. Der neue Präsident der IHA wuchs in Rehren als Sohn des Sparkassendirektors Wilhelm Struckmeier und seiner Frau Ida auf. Von 1958 bis September 1966 besuchte er das Gymnasium Ernestinum in Rinteln, von Oktober 1968 bis Ende 1974 studierte er Geologie an der Universität Braunschweig. Anfang 1975 begann er als wissenschaftlicher Angestellter beim Geologischen Landesamt Nordrhein-Westfalen in Krefeld und promovierte an der Technischen Hochschule Aachen. Nach seinem Wechsel zur BGR wurde Wilhelm Struckmeier in zahlreichen internationalen und nationalen Kartenprojekten tätig, besonders in Europa, Asien und Afrika, zum Beispiel in Zypern, Jordanien, Indonesien, Botswana.

    Von 1999 bis 2001 führte er ein hydrogeologisches Kartenprojekt in Namibia durch und gab ein Buch über Grundwasser in Namibia heraus. Seit 2002 leitet er die Fachgruppe "Internationale Zusammenarbeit, Grundwasser", die mit über 20 Projekten die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt. Der 60-Jährige ist mit einer Französin verheiratet, hat drei Söhne, drei Schwiegertöchter und zwei Enkel. Einer der Söhne lebt derzeit in Japan, einer ist mit einer Chinesin verheiratet.

    "Zu Weihnachten kommt traditionell die ganze Familie bei uns zusammen.

    Egal, wie weit entfernt sie vom Auetal leben. Das ist dann ein richtiges multikulturelles Fest", freut sich Wilhelm Struckmeier senior. In diesem Jahr wurde im Haus von Wilhelm und Ida Struckmeier an der Rehrener Straße nicht nur Weihnachten, sondern auch der große Erfolg des Sohnes gefeiert. Foto: tt

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