1. SPD-Politik auf Kosten der Lindhorster Schulkinder?

    WGS Heuerßen-Kobbensen: "SPD-Schuss" geht eher nach hinten los"!

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    HEUERßEN/KOBBENSEN/LINDHORST. Die Wählergemeinschaft Heuerßen-Kobbensen (WGS) ist empört über den Vorstoß der SPD im Samtgemeinderat Lindhorst zur Schulpolitik. Deren Vorsitzender Heinz-Dieter Lauenstein schlug anlässlich der letzten Sitzung vor, dass nach einem Neuzuschnitt der Einzugsbereiche "auch Schüler aus Lüdersfeld oder Heuerßen nach Beckedorf anstatt nach Lindhorst transportiert werden könnten".

    Der Schulvorstand der Grundschule Lindhorst mit Außenstelle Beckedorf hat mit 7:1 Stimmen die Schließung der Beckedorfer Außenstelle beschlossen. Anlass für diese Entscheidung war ein umfassender Fragenkatalog des Grünen-Ratsherrn Günter Kasulke an die Samtgemeinde als Schulträger zu den Vorteilen einer örtlichen Zusammenlegung beider Schulen. Im Vordergrund standen dabei die unterschiedlichen Klassenstärken an beiden Schulen und damit verbundene pädagogische Nachteile der Lindhorster Schüler. Tatsächlich besuchen in Beckedorf zurzeit elf Kinder die erste Klasse, während die Klassenstärken in Lindhorst zwischen 25 und 28 liegen. Auch der Schulvorstand bestätigt, dass damit gleiche Lernbedingungen verhindert werden. Samtgemeindebürgermeister Gerd Busche teilte dem Rat außerdem mit, dass durch die Eingliederung in Lindhorst jährlich 28.000 Euro eingespart werden können. Lauenstein setzte sich, wie Kasulke und der Schulvorstand zwar ebenfalls für gleiche Klassenstärken ein, allerdings unter Beibehaltung des Beckedorfer Standortes. Er plädierte dafür, dass Schüler aus Lüdersfeld oder Heuerßen bei einem Neuzuschnitt der Schuleinzugsbereiche nach Beckedorf transportiert werden. Damit stellt sich die SPD gegen den Beschluss des Schulvorstandes inklusive der Lindhorster Elternvertreter und erst recht gegen die Eltern in Heuerßen und Lüdersfeld, so die WGS. Wenn es nach der SPD ginge, würden mehr als zehn Kinder allein in den ersten Klassen aus ihren Klassenverbänden gerissen und müssten sich in völlig neuer Umgebung in Beckedorf zurecht finden. Außerdem gingen möglicherweise Schulfreundschaften auch quer durch die Schuljahre in die Brüche. Schließlich hätten die Kinder aus Heuerßen oder Lüdersfeld erhebliche pädagogische Nachteile in Kauf zu nehmen, da verschiedene Lindhorster Angebote in Beckedorf nicht vorgehalten werden können. Die WGS Heuerßen-Kobbensen lässt nach den Worten ihres Sprechers Hans Bielefeld nicht zu, "dass die SPD auf dem Rücken unserer Kinder Politik macht". Angesichts der Nachteile für Kinder der Lindhorster Schule sollte sich die Lindhorster SPD fragen, ob der Schuss ihres Fraktionsvorsitzenden im SG-Rat nicht eher nach hinten los geht. Davon gehen WGS-Fraktionsvorsitzender im Heuerßer Rat, Hans Bielefeld (auch Mitglied im SG-Rat) und seine Ratskollegen Rüdiger Friedrich, Gunnar Müller (auch Mitglied im Lindhorster Elternrat) und Andreas Walter, jedenfalls aus. Die WGS ist auch fest davon überzeugt, dass die Heuerßer SPD-Mitglieder im Lindhorster SG-Rat, Bürgermeister Frank Stahlhut und Karl-Heinz Weikert, keinerlei Nachteile für ihre Bürger in Kauf nehmen.

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