1. Gehen demnächst in der Grundschule Beckedorf für immer die Lichter aus?

    Schulvorstand votiert mit deutlicher Mehrheit für Anbindung an Lindhorst

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    SAMTGEMEINDE LINDHORST. Unter dem Tagesordnungspunkt "Anfragen und Mitteilungen" beantwortete Samtgemeindebürgermeister Gerhard Busche auf der jüngsten Sitzung des Rates der Samtgemeinde Lindhorst eine Anfrage des Ratsmitgliedes Günter Kasulke (Die Grünen) über die möglichen Chancen und Auswirkungen einer räumlichen Zusammenlegung der Grundschulen Beckedorf und Lindhorst unter dem Dach der Bildungsstätte in Lindhorst. Zahlreiche Zuhörer verfolgten die Ratssitzung im Sitzungssaal des Rathauses.

    Nach Aussage Busches hat sich Grundschulleiter Hubert Sagel, der für beide Standorte verantwortlich ist, für eine möglichst schnelle Zusammenlegung ausgesprochen, auch wenn es dann in den nächsten Jahren aufgrund eines fehlenden Raumes ein wenig eng in dem Grundschulstandort Lindhorst zugehe. Hier könnte möglicherweise ein Raum in der Haupt- und Realschule in Anspruch genommen werden. Die Klassengröße der voraussichtlich drei Klassen werde sich nach einer Zusammenlegung vermutlich bei 21 oder 22 einpendeln, die gegenwärtig stark unterschiedlichen Klassengrößen in Beckedorf und Lindhorst würden aufgehoben. Sie verhinderten zum jetzigen Zeitpunkt gleiche Lernbedingungen.

    Nach Aussage Busches hat sich der Schulvorstand der Grundschule mit einer 7:1-Mehrheit für eine Zusammenlegung ausgesprochen. Diese solle, so der Beschluss, möglichst bald, spätestens zum Schuljahreswechsel 2010 erfolgen. Eine ökonomische Beurteilung des Sachverhaltes zeigt, so der Bürgermeister, dass voraussichtlich rund 28.000 Euro bei einer Schließung des Standortes Beckedorf eingespart werden könnten. Allerdings schlügen die Unterhaltungskosten des Gebäudes in Beckedorf mit etwa 6.000 Euro zu Buche.

    SPD-Sprecher Heinz-Dieter Lauenstein machte im Anschluss an die Ausführungen Busches deutlich, dass seine Fraktion einen in den Rat eingebrachten Antrag auf eine mögliche Zusammenlegung ablehnen würde. Er stellte Überlegungen an, ob das Problem der gegenwärtig sehr unterschiedlichen Klassengrößen eventuell durch eine Änderung des Schuleinzugsbereichs gelöst werden könne. Auf diese Weise könnten dann Kinder beispielsweise aus Heuerßen oder Lüdersfeld nach Beckedorf transportiert werden. Auch sei es vordergründig erst einmal notwendig, die unterschiedlichen Anfangszeiten anzugleichen.

    Für Kasulke, der nach eigenem Bekunden von Eltern angesprochen wurde, dieses Thema im Rat zur Sprache zu bringen, kündigte an, einen Antrag stellen zu wollen. Dann wird der Rat der Samtgemeinde Lindhorst darüber zu befinden haben, ob in der Grundschule Beckedorf für immer die Lichter ausgehen.

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