1. Damit die Familien nicht nur bleiben sondern auch kommen

    Arbeitskreis entwirft Konzept / Ferienbetreuung als Pilotprojekt ausweiten

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    NIEDERNWÖHREN (ih). Familienfreundlich will die Samtgemeinde Niedernwöhren nicht nur werden, sondern auch beizeiten sein. Den Entwurf eines Konzeptes für die Kinderbetreuung auf Samtgemeindeebene hat der Arbeitskreis "Kinderbetreuung" jüngst vorgestellt. Dabei hatten die Mitglieder zunächst den Ist-Zustand im Blick. In zweiter Instanz spielten sie mit Varianten und Plätze. Nun ist eine umfassende Idee auf dem Tisch, wie bereits Kinder unter drei Jahre ebenso qualifiziert betreut werden können als auch Grundschulkinder am Nachmittag.

    Allein durch die sinkenden Geburtenzahlen werden die 288 Plätze in den sieben Kindergärten in den kommenden Jahren nicht mehr gebraucht. Krippenplätze beispielsweise könnten dort eingerichtet werden. Ab 2013 hat jedes Kind unter drei Jahren ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz.

    Bereits jetzt sind Krippengruppen einerichtet. In diesem und im kommenden Jahr entstehen jeweils 15 neue Krippenplätze. Dabei favorisiert der Arbeitskreis reine Krippengruppen und will altersübergreifende Gruppen mit Kindergartenkindern vermeiden. Auch eine Ganztags-Krippengruppe ist bei entsprechender Nachfrage möglich.

    Der Arbeitskreis empfiehlt weiterhin, an der Grundschule Niedernwöhren eine Hortbetreuung einzurichten. Die Kinder aus den Grundschulen Lauenhagen und Meerbeck könnten mit dem Anrufbus Niedernwöhren ebenfalls dort in den Hort gebracht werden. Die Eltern können sie dort dann um 17 Uhr am Nachmittag abholen.

    Vor allem die Betreuung während der Ferien muss gezielt ausgearbeiter werden, da diese ganzjährig ist. Bereits seit zwei Jahren gibt es in den Sommerferien eine verlässliche Betreuung. Eltern nahmen dieses Angebot an und fragten nach einer Erweiterung auf die Oster- und Herbstferien. Während die Sommerferienbetreuung auf jeden Fall beibehalten wird, startet in diesem Jahr die Erweiterung als Pilotprojekt.

    Die Erweiterung und Umstrukturierung der Kinderbetreuung auf Samtgemeindeebene bringt nach Einschätzungen des Arbeitskreises zunächst keine größeren Neu-, An- oder Umbauten mit sich. Kleinere bauliche Veränderungen könnten notwendig werden.

    Wichtig für den Arbeitskreis aber auch die Samtgemeinde seien immer die Eltern. Denn nur wenn diese sich melden, Angebote nutzen und konstruktive Kritik üben, kann ein so umfassendes Konzept langfristig zu einem großen Familien-Standortfaktor für die Samtgemeinde Niedernwöhren werden.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an