RINTELN (ste). Passend zur winterlichen Jahreszeit veranstaltete die NABU-Gruppe Rinteln jetzt in Zusammenarbeit mit der Grundschule Eisbergen einen Vormittag rund um den Igel. Vorab berichtete Nick Büscher als erster Vorsitzender der Rintelner Naturschützer über ihre aktive Arbeit des NABU, der sich nicht nur für den Igelschutz einsetzt, sondern sich auch anderen Artenschutzprojekten wie dem Amphibien- und Schleiereulenschutz widmet und der vielfältige Biotoppflege auf Pacht- und Schutzgebieten betreibt. Anschließend referierte Kathy Büscher vieles Wissenswertes über unseren stacheligen Gartenbewohner: "Man kann nur schützen, was man auch kennt", ist sich Büscher sicher.
In der Klasse bauen die Kinder nach Anleitung "Igelhäuser".
Die Drittklässler erfuhren auf diesem Wege, dass der Igel am liebsten Laufkäfer, Spinnen und Regenwürmer frisst, Obst und Gemüse hingegen verschmäht. Da alle Kinder schon mal einen Igel "live" gesehen haben, konnten sie auch die Frage beantworten, wo dieser sich aufhält - nämlich im heimischen Garten, versteckt und geschützt in Laub- und Komposthaufen, unter Holzstapeln und in Gebüschen. "Da es jedoch mittlerweile vielerorts nur noch "aufgeräumte" Gärten und Landschaften gibt, mangelt es unserem stacheligen Gefährten an geeigneten Ruheplätzen für den Winterschlaf, ohne den der Igel aufgrund des im Winter knappen Nahrungsangebotes verhungern würde", erklärte Büscher den neugierigen Kindern. An "Wohnungsnot" mangelt es dem Stacheltier in Eisbergen nun nicht mehr, da der Naturschutzbund mit den Schülerinnen und Schülern einige Unterschlüpfe für Igel angefertigt hat, welche nun gut versteckt und geschützt unter Laub auf dem Gelände der Grundschule stehen und darauf warten, bewohnt zu werden. Für die Kinder ist dies ein besonderes Erlebnis mit Lernerfolg: Ab sofort können "ihre" Igel an der Grundschule beobachten. Die NABU-Gruppe Rinteln hofft, die Kindern für ihre heimische Natur vor der eigenen Haustür sensibilisiert und mit dieser Aktion darauf aufmerksam gemacht zu haben, wie schützenswert die Arten in unserer unmittelbaren Umgebung sind. Foto: ste