1. Sparen heißt jetzt die oberste Devise

    Ausschuss setzt Rotstift an / Es gibt aber auch Fördergelder / Prioritätenliste ist hilfreich

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    RODENBERG (pd). Einen besonderen Blick auf die Finanzen haben die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Heimatangelegenheiten gehabt, als sie in ihrer jüngsten Sitzung über eine ganze Reihe von Zuschussanträge berieten Auch wenn das Gremium den Rotstift bei einigen Wünschen von Vereinen gezückt haben, können sich verschiedene Antragsteller dennoch über Zuschüsse freuen.

    Gleich zu Beginn der längeren Aussprache über vorliegende Anträge hielt Ignaz Stegmiller (FDP) für sich fest, dass eine grundsätzliche Prioritätenliste von den Vereinen für die Beratungen in den Gremien durchaus hilfreich sein würde. Wenn nicht alles komplett genehmigt werden könnte, sei es schon von Vorteil, wenn die Politiker einen Anhaltspunkt darüber haben könnten, was nun tatsächlich von besonderer Wichtigkeit sei. Ein Antrag von der IG Windmühle wurde im Ausschuss "zur Kenntnis genommen". Der Verwaltungsausschuss hatte bereits zuvor entschlossen, einen Fehlbetrag bei den Kosten für die Renovierung des Rodenberger Wahrzeichens in Höhe von 3475 Euro zu zahlen. Volker Dahle (CDU) sprach sich nicht gegen die Gewährung dieses Geldes aus. Er monierte allerdings, dass der Antrag dennoch auf der Tagesordnung des Fachausschusses stand. "Wir müssen das nur noch so zur Kenntnis nehmen", erklärte dazu Ralf Sassmann von der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR).

    Der Schützenclub Rodenberg hatte aus Anlass des bevorstehenden Jubiläums im kommenden Jahr einen Zuschuss für die Restaurierung der Vereinsfahne beantragt. Die Gesamtkosten dafür bezifferte der Verein mit 4500 bis 4800 Euro. Der Ausschuss war sich nicht einig darüber, ob dieser Antrag überhaupt in die Zuständigkeit des Fachausschusses gehören würde. Wie Peter Friedrichkeit (SPD) ausführte, gäbe es die Möglichkeit, dass die Stadt zum Jubiläum einen Zuschuss zahlen würde, der dann auch für die Restaurierung der Fahne eingesetzt werden könne. Wie Gerd Grädener (WGR) und Joachim Stürck (CDU) betonten, würde sich der Schützenclub sehr über seine traditionelle Fahne definieren. Mehr als ein Sportverein. Bei vier Ja-Stimmen und drei Enthaltungen wurde entschieden, dem Schützenclub ein Drittel der Kosten für die Aufarbeitung der Traditionsfahne zu erstatten, "vorbehaltlich der Haushaltslage", wurde mit ins Protokoll aufgenommen.

    Der Fischereiverein Rodenberg soll rund 100 Euro für die Anschaffung eines Messgerätes erhalten. Nach Schilderung des Vereinsvorstandes ist ein solches Gerät von Nutzen, um den Sauerstoffgehalt eines Gewässers zu überprüfen. Ein drohendes Fischsterben durch Sauerstoffmangel könne so frühzeitig verhindert werden. Unterstützt werden soll auch die Tennissparte in der SG Rodenberg. Sie will für 270 Euro zwei zusätzliche Anzeigentafeln anschaffen.

    Leer ausgegangen ist der Verein "Kultur-Integration Verein am

    Deister", der in Nenndorf ansässig ist. Auch die von der Algesdorfer Runde gewünschte Renovierung des Ehrenmals sah der Ausschuss als nicht so dringend an. Der Verein "Backhaus Aktiv" stellte seinen Antrag auf Bezuschussung von Weichbodenmatten, einer Sprossenwand und einer Turnbank ebenso vergeblich. Beisitzer Uwe Maertens und Sebastian Klein befürchteten eine "Wettbewerbsverzerrung", weil die ortsansässigen physiotherapeutischen Praxen ihre Ausstattung auch auf eigene Kosten anschaffen müssten.

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