1. Krankenhausneubau: Die CDU hat gemischte Gefühle

    Neubau kommt nicht in Frage / Notarzt muss in Rinteln bleiben / Öffentlichen Personennahverkehr sichern

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    RINTELN (ste). Die Entscheidung für einen zentralen Klinikneubau stößt in der CDU Rinteln auf gemischte Gefühle. "Wenn es auch aus Sicht des gesamten Landkreises eine Verbesserung in der medizinischen Versorgung bedeutet, müssen wir festhalten, dass diese Entscheidung für Rinteln eine deutliche Verschlechterung der Grundversorgung mit sich bringt", erklärt CDU Pressesprecher Sebastian Westphal. Mit der nun anstehenden Entscheidung des Kreistages müsse man jetzt leben. Für den Stadtverbandsvorsitzenden der CDU, Veit Rauch, sind allerdings noch vor dem Baubeginn einige Fragen zu klären. "Wir können uns den Forderungen der Gewerkschaft nach einer Arbeitsplatzgarantie für die Beschäftigten ohne wenn und aber anschließen", betont Rauch.

    Veit Rauch kritisiert als Stadtverbandsvorsitzender der CDU besonders den Standort des neu zu bauenden Krankenhauses in Nienstädt: "Das kommt für uns nicht in Frage!"

    Von zentraler Bedeutung ist der Standort des Neubaus in Nienstädt, vor den Toren Stadthagens: "Das kommt für die CDU Rinteln wegen der großen Entfernung auf keinen Fall in Frage. Das wäre, als wenn man aus Rintelner Sicht einen Neubau in Buchholz fordern würde!" Eine weitere wichtige Frage ist für die CDU, wie es zukünftig um die Versorgung der Stadt und des Einzuggebiets mit einem Notarzt steht. Bisher wird das Notarzteinsatzfahrzeug der Rettungswache Rinteln durch einen Arzt des Kreiskrankenhauses besetzt. Laut Westphal und Rauch legt man in der CDU großen Wert darauf, dass die notärztliche Versorgung in Rinteln auch zukünftig in der Stadt bleibt und damit ein schnelles Eintreffen des Notarztes am Einsatzort gesichert ist.

    Gleichzeitig machen sich Rauch und Westphal auch Gedanken über die Anbindung des neuen Klinikums an den öffentlichen Personennahverkehr. Aus der gesamten Stadt müsse man schnell und regelmäßig mit dem Bus das neue Krankenhaus erreichen und auch problemlos wieder zurück nach Rinteln kommen können. "Gerade unsere älteren Mitbürger, die nicht mehr über ein Auto verfügen, sind darauf angewiesen, wenn sie Verwandte oder Freunde besuchen wollen."

    Foto: ste

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