SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Der Sängerbund Deister/Süntel kehrt den Kurmetropolen Bad Nenndorf und Bad Münder den Rücken. Viele Jahre gastierten die Freizeitchöre des Gebiets im Wechsel in den beiden Städten. Doch damit ist jetzt Schluss: Wie Vorstand und Beirat des Bundes einvernehmlich entschieden, sollen Konzerte nur noch im Bereich der Samtgemeinde Rodenberg stattfinden.
Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: ein von Bad Münder inakzeptabler enger terminlicher Korridor mitten in den Sommerferien sowie die anfallende Gebührenpflicht. Wenn nämlich die Chöre aus Witterungsgründen auf Martin-Schmidt-Konzertsaal oder Wandelhalle zurückgreifen müssten, würden Kosten entstehen. Und dieses Risiko kann die kleine Kasse des Chorverbands nicht tragen.
Andererseits ist gerade der jüngste Auftritt in der neuen Lauenauer Festhalle "Sägewerk" in allerbester Erinnerung. Vor einigen Wochen waren über 400 Zuschauer gekommen, als zum Ende eines verkaufsoffenen Sonntags im Flecken der Sängerbund zum Jubiläumskonzert anlässlich seines 25-jährigen Bestehens eingeladen hatte.
"So machen wir es wieder", freute sich der Vorsitzende des Sängerbunds, Heinz Wehrhahn (Lauenau) unter dem zustimmenden Nicken der anwesenden Vorstände und Chorleiter. Vielleicht lässt sich auch das nächste Konzert mit einem örtlichen Ereignis verbinden. Außerdem will der Sängerbund auch in der benachbarten Stadt Rodenberg Präsenz zeigen: Das dortige Schulzentrum biete sichebenfalls für Großveranstaltungen an. Ein weiteres Plus: Für kulturelle Darbietungen dieser Art erhebe die Samtgemeinde Rodenberg keine Gebühren.
In 2009 wird es jedoch zunächst kein eigenes Konzert geben. Zwei Mitgliedsvereine planen schon eigene große Termine: So feiert die Rodenberger "Liedertafel" am 16. Mai ihr 125-jähriges Bestehen mit vielen Gästen. Der Sängerbund will mit zwei Chorgruppen dabei sein. Am 21. Juni blickt der Männergesangverein Concordia Pohle auf sein 120. Jubiläum und hat dazu bereits den kompletten Sängerbund eingeladen.
Ob dann auch noch der Männergesangverein Ohndorf mit von der Partie ist, blieb in der Beiratssitzung offen. Dessen Vorsitzender Oskar Wedel beklagte akute personelle Probleme, die bereits zu einer Singgemeinschaft mit dem benachbarten Rehren A.R. Anlass gaben. Ob Ohndorf weiterhin dem Sängerbund angehören wird, ergibt sich in den nächsten Monaten. Es wäre der vierte Chor, der ausscheiden würde. Bereits länger zurück liegt das Aus für den MGV Algesdorf, den Rodenberger Frauenchor und den Gesangverein von Escher.