HATTENDORF (tt). Auch in diesem Jahr werden zum Weihnachtsfest Menschen krank oder verletzt im Krankenhaus verbringen müssen. Oft können sie nur durch eine Operation gerettet oder am Leben erhalten werden. Nicht selten ist dabei eine Blutübertragung notwendig, die dazu beiträgt, dass sie wieder genesen und in ihr normales Leben zurückkehren. Doch Blut ist ein lebendes Organ, darum nur begrenzt haltbar und nicht immer in allen Blutgruppen genügend vorrätig. Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes sorgt mittlerweile seit über 50 Jahren dafür, dass Krankenhäuser und Kliniken immer ausreichend mit Blutpräparaten versorgt werden und Patienten den lebenswichtigen "Saft" erhalten. Damit das auch in Zukunft so bleibt und die humanitäre Aufgabe erfüllt werden kann, sind die hauptamtlichen Bediensteten des DRK auf die ehrenamtliche Hilfe zahlreicher Organisationen angewiesen. So auch in Hattendorf, wo dieser Tage wieder eine Blutspendeaktion im Feuerwehrhaus stattfand. Ortsvorsteher Helmut Meier und einige Damen der Dorfgemeinschaft sind schon Stunden vorher im Feuerwehrhaus, um Kaffee zu kochen und Brötchen mit leckerem Aufschnitt zu belegen, damit sich nach der Spende jeder spendewillige Besucher bedienen kann. Das kalte Buffet ist als kleines Dankeschön gedacht, für die Hilfe am Nächsten. "Jeder kann zu jeder Zeit selbst auf die Hilfe anderer angewiesen sein, die dann bereit, sind Blut zu spenden", so der Gebietsreferent des DRK-Blutspendedienstes aus Springe, Oliver Ziebolz, der sich bei den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz bedankte. Knapp 3.000 Menschen werden täglich allein in Niedersachsen benötigt, um die Versorgung Kranker und Verletzter sicher zu stellen. "Und gerade jetzt vor Weihnachten in der "hektischen" Adventszeit ist es besonders wichtig, dass genügend Blutspender zu den Terminen kommen", so Ziebolz weiter. Ortsvorsteher Helmut Meier konnte diesmal leider nur 24 Spender begrüßen, von denen 3 das erste Mal dabei waren. Ganz besonders bedankte er sich bei Elisabeth Müßel, die ihre 50. Spende absolvierte und bei ihrem Sohn Daniel, der das erste Mal 500 Milliliter Blut abgegeben hat. Elisabeth Müßel spendet seit ihrem 18. Lebensjahr. "Damals hat mich mein Vater zur Blutspende mitgenommen, weil ich gerade meinen Führerschein gemacht hatte und er meinte, dann müsste jeder auch Blut spenden, um im Falle eines Falles zu helfen", so Elisabeth Müßel, die genau aus diesem Grund auch ihren Sohn animieren konnte, zur Blutspende mitzugehen. Wer den Termin in Hattendorf verpasst hat, kann am 16. Dezember im Schützenhaus in Rolfshagen zwischen 16 und 19.30 Uhr noch ein gutes Werk in diesem Jahr tun, denn da richten die Damen vom Schützenverein noch eine Blutspendeaktion aus. Foto: tt
Für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Blutspendeaktion bekommen Waltraud Scholz, Kerstin Wittek, Waltraud Meier, Waltraud Hafenrichter, Hilde Röbbecke und Andrea Ulbrich ein kleines Präsent. Elisabeth und Daniel Müßel (li.) nahmen Dank und Anerkennung von Ortsvorsteher Helmut Meier entgegen.