1. Veltheimer Fähre bekommt eine "Schönheitskur" verschrieben

    Erst am ersten April lautet das Kommando wieder: "Hol‘ öwwer"

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    VARENHOLZ (km). Eine ungewohnte Perspektive eröffnet sich in diesen Tagen Spaziergängern an der Weser. Da fehlt doch irgendwas... - Genau: Die kleine Personenfähre, die im Sommer unermüdlich Radwanderer und Fußgäger über die Weser von Varenholz nach Veltheim bringt, ist verschwunden. Aber keine Angst: Das "Schiff" wurde nicht etwa still gelegt oder gar verschrottet, sondern einige Tage nach dem ungemütlichen Saisonende - mit Platzregen und Sturm - auf einen Tieflader gezogen und in die Werft nach Minden gebracht. Friedhelm Kollmeier von der Stadt Porta Westfalica hatte der Fähre schlicht eine "Schönheitskur" verschrieben. Und das zu Recht, wie Fährmann Wilhelm Gröne aus Rinteln feststellte: Hatte sie in den vergangen Jahren doch so manchen Tritt bekommen, war sie doch von so manchem schneidigen Motorboot-Fahrer an den Steg gedrückt worden. "Der Lack war ab," bilanzierte der Fährmann - auch wenn Sicherheit und Zuverlässigkeit nach wie vor gewährleistet gewesen seien.

    Augenzwinkernd wies Wilhelm Gröne darauf hin, dass heute in einschlägigen Diskotheken sogar Brustvergrößerungen und Schönheitsoperationen verlost würden - "da muss Ähnliches ja wohl auch für unsere Fähre drin sein, die Augen fahren ja schließlich auch mit." Erst am ersten April nächsten Jahres heißt es dann wieder: "Hol‘ öwwer!" Dann können Radfahrer und Spaziergänger auch erneut eine "Kreuzfahrt" buchen - mit individueller Bedienung und viel Humor.

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