1. Trauer braucht Raum und Zeit

    Hospizverein gestaltet Verabschiedungsraum mit / Atmosphäre verbessert - alles viel gemütlicher

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    RINTELN (ste). Kalt, ungemütlich und in keinem Fall zum Verweilen einladend schien der Verabschiedungsraum am Seetorfriedhof vor der Neugestaltung durch die Stadt Rinteln unter Mithilfe des Hospizvereins. Jetzt können Trauernde in einem warmen, gemütlichen Raum in Ruhe Abschied nehmen, sich dazu setzen oder gar mit Hilfe eines Rekorders die Lieblingsmusik des Verstorbenen abspielen.

    Der Verabschiedungsraum am Seetorfriedhof wird genutzt, um sich am offenen oder geschlossenen Sarg zu verabschieden sowie für Urnenbeisetzungen mit wenig Angehörigen.

    "Der kalte Raum mit einem schweren grünen Vorhang, ohne Heizung und nur wenig Licht, wirkte unheimlich und mächtig in die Jahre gekommen", so die stellvertretende Vorsitzende des Hospizverein, Ingeborg Schumer. Gemeinsam mit Annegret Hoffmann, ebenfalls vom Hospizverein, brachten sich die beiden aktiven Mitglieder bei der Neugestaltung mit ein. Dadurch, dass bereits der Verabschiedungsraum im Klinikum Schaumburg, Kreiskrankenhaus Rinteln, vom Hospizverein gestaltet wurde, mussten die beiden Damen nicht lange überlegen.

    Gemütlich und zum Verweilen einladen sollte der Raum, aber keinesfalls an Platz einbüßen sollte der kleine Raum. Es wurde Strom gelegt für eine kleine Heizung, mehr Beleuchtung und für den Anschluss eines Rekorders. Mit zwei Stühlen gibt es jetzt auch Sitzmöglichkeiten, eine Garderobe vermittelt die Zeit, die man sich nehmen kann und der schwere Vorhang ist durch einen leichten, warmen, roten Vorhang ersetzt worden. Das Fenster, das sonst verdeckt war, ist wieder sichtbar und lässt Licht in den Raum strahlen.

    Anlässlich der Neugestaltung fand eine Besichtigung des Raumes durch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, Pastoren, Bestatter, städtische Mitarbeietrn sowie Mitgliedern des Hospivereins statt. Als besonderen "Lichtpunkt" der Neugestaltung konnte Ingeborg Schumer der Stadt ein vom Hospizverein in Auftrag gegebenes Bild für den Verabschiedungsraum überreichen. Das von der freischaffenden Künstlerin Britta Eisen gearbeitete Bild "Hoffnung" ist in warmen Farben gehalten und verleiht dem Raum eine zusätzliche wohltuende Atmosphäre. Selbstverständlich begleitet der Hospizverein auf Wunsch Trauernde im Verabschiedungsraum am Seetorfriedhof. Ratsuchende können sich unter der Rufnummer 05751/41595 an Ingeborg Schumer wenden.

    Foto: ste

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