1. "Das pädagogisch einzig richtige Konzept"

    Schulleiterin setzt weiter auf Bewilligung einer "teilweise offenen Ganztagsschule"

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    RODENBERG (pd). Der Antrag auf Einrichtung eines gebundenen Ganztagsangebotes an der IGS in Rodenberg mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 ist längst ans Kultusministerium abgeschickt. Nachrichten aus Hannover, wonach das Land wegen zusätzlich benötigter Lehrerstellen das "teilweise offene Ganztagskonzept" nicht zulassen wird, haben Eltern und Lehrer irritiert. In einem Gespräch macht die Schulleiterin der Stadtschule Rodenberg ganz deutlich, dass man weiter an dem in der Planungsgruppe ausgearbeiteten Konzept festhalten werde. Entschieden sei noch nichts, so die letzten Informationen von Brigitte Naber.

    "Die Aufgaben und Ziele der IGS, sowie das Leitbild der Schule machen ein ganztägiges Unterrichts- und Freizeitangebot und damit die Einrichtung einer teilweise offenen Ganztagsschule mit gebundenem Angebot an drei Unterrichtstagen erforderlich" steht klar in dem Antrag an das Kultusministerium zu lesen. Der gewünschte Ganztagsbetrieb mit enger konzeptioneller Verzahnung zwischen Unterricht und verbindlichen Ganztagsangeboten sowie besonderen pädagogischen Schwerpunkten werde mehr Lernzeit, mehr Bildung und ein Mehr an Lernkultur mit sich bringen. "Ich kann nicht pessimistisch sein und stehe nach wie vor hinter dem Konzept, dass die Planungsgruppe ausgearbeitet hat. Das Konzept ist pädagogisch richtig", stellt Naber weite fest. Noch möchte sie sich nicht verrückt machen, stellt aber auch mit Nachdruck fest, wenn nötig für das gebundene Angebot an drei Nachmittagen kämpfen zu wollen. "Nur so können wir pädagogisch sinnvoll arbeiten", ist die Schulleiterin überzeugt.

    "Ich möchte den Aufgaben und Zielen der neuen IGS in Rodenberg gerecht werden und die Leitbilder mit Leben erfüllen", ergänzt Naber. Das integrierte Konzept sehe nun einmal vor, Fachunterricht oder freie Projektarbeit an Nachmittagen anzubieten. Diese verbindlichen Angebote sollen auf jeden Fall thematisch an den Vormittagsunterricht gekoppelt werden. Eine Mogelpackung wolle man auf gar keinem Fall. Im Gegenteil, die Gründung der neuen IGS in Rodenberg soll als Chance genutzt werden, Qualität von Schule weiter zu verbessern. "Ich sehe mich da ganz klar auch als Dienstleister und damit in der Pflicht, ein gutes Angebot vorzuhalten", argumentiert Naber.

    Stärken und Profile der Schüler sollen gezielt gefördert und gefordert werden. Vorhandene Defizite bei den Schülern sollen durch eine sinnvoll ausgefüllt "Lernzeit" abgebaut werden. Dabei werde ein rhythmisierter Tages- und Wochenablauf einen harmonischen Wechsel zwischen Unterricht und Förder- und Übungsangeboten, Arbeitsgemeinschaften und freien Projekten möglich machen.

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