1. "Teueres Spielzeug Flurbereinigung sein lassen"

    321.050 Euro sollen dafür ausgegeben werden

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (ste). WGS-Fraktionsvorsitzender Gert Armin Neuhäuser appelliert an SPD und CDU, in der für heute anberaumten Sondersitzung des Verwaltungsausschusses mit der WGS gegen die Bereitstellung von 321.050 Euro durch die Stadt für eine Flurbereinigung in den Rintelner Wiesen zu stimmen. "321.050 Euro ohne Not auszugeben, wenn andererseits nach dem Willen der Ratsmehrheit wegen der Finanznot keine Mittel für die Jugendarbeit der Feuerwehren oder die Erweiterung des Hortangebotes im Kindergarten Steinbergen bereitgestellt werden sollen, grenzt schon an Sarkasmus", so Neuhäuser.

    Eine irgendwie geartete Notwendigkeit für eine Flurbereinigung vermag die WGS nicht zu erkennen: "Trinkwasserschutz durch Flächenerwerb betreiben die Stadtwerke schon jetzt - ein solcher ist bei kleinen Flächen sogar besser zu praktizieren", so Neuhäuser. "Demgegenüber werden die zahlreichen Hecken und Verbuschungen in den Rintelner Wiesen mit ihrem hohen ökologischen Stellenwert bei einer Flurbereinigung platt gemacht - eine ausgeglichene Ökobilanz muss dann durch teuere Neuanpflanzungen erstellt werden", so Neuhäuser weiter. Dass die Verwaltungsvorlage davon spreche, dass eine große Anzahl der bewirtschaftenden Landwirte ein Flurbereinigungsverfahren als Chance für zukünftige Betriebsentwicklungen betrachten, hält Neuhäuser für eine Veräppelung der Ratsmitglieder: "Die Vorlage enthält leider nicht den Hinweis auf die dem Bürgermeister bereits vorliegende Liste mit den Unterschriften von 68 betroffenen Landwirten, die sich strikt gegen eine Flurbereinigung aussprechen", so Neuhäuser: "Gegen den Willen der Betroffenen wiegen die 321.050 Euro Stadtanteil dann doppelt schwer!"

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an