STADTHAGEN (bb). Beim 15. Schaumburger Gastronomie-Teamwettbewerb der Berufschule Stadthagen haben 33 Nachwuchsgastronomen ihr bestes hinterm Herd, beim Servieren und am Schreibtisch gegeben, um ihre Gäste zu verwöhnen und eine möglichst gute Platzierung zu erreichen.
Den Siegerpokal im Mannschaftswettbewerb sicherte sich das Trio mit dem Koch Tobias Mauri, der Hotelfachfrau (Hofa) Katharina Wachholz und der Restaurantfachfrau (Refa) Sandra Kramer. Während sich die Berufsschüler kräftig ins Zeug legen mussten, nahmen sich die Gäste beim Aufsuchen ihrer Plätze die Zeit, die phantasievoll gestalteten Tische zu begutachten. Die angehenden Hofas und Refas hatten im Verlauf des Tages aufwändige Dekorationen erstellt. Da hangelten sich an einem Tisch Barbie-Puppen als Tarzan und Jane im Lianengeäst über Geschirr und Cocktailgläser. Als Menü-Karten dienten hier Bananen, auf ihren Schalen waren die einzelnen Gänge in Schönschrift notiert. Nebenan verbreiteten goldfarbene Elefanten und eine Buddha-Statue indisches Flair. Am Tisch "Dracula" waren die Karten schwarzen Särgen nachempfunden. Unter dem Motto "Arm und Reich" schuf ein Team unter seinen Gästen eine strikte Zwei-Klassen-Gesellschaft, die eine Hälfte wurde mit Holztellern empfangen, die andere durfte vor edlem Geschirr Platz nehmen. Anschließend wurden jedoch allesamt zuvorkommend verwöhnt.
Wie stets in dem mittlerweile zur Tradition gewordenem Wettbewerb üblich, war jeweils ein Trio als Mannschaft mit Koch, Refa und Hofa dafür zuständig, eine sechsköpfige Gesellschaft am Tisch zu verwöhnen.
Während die Gäste die von den Refas zubereiteten Cocktails schlürften und die im Team entworfenen Menü-Karten studierten, starteten die Berufsschüler in den Höhepunkt des Wettbewerbes. Die Köche putzten, schnippelten und brieten hinter dem Herd, um ein Viergangmenü mit Vorgaben vorzubereiten: Fingerfood als Appetithappen, Garnelen im Zwischengericht, Poularde im Hauptgang und Apfel zum Dessert. Die Refas und Hofas hatten diese Speisen und die zugehörigen Getränke fachgerecht zu servieren. Im Vorfeld waren die Teilnehmer bereits fleißig am Schreibtisch tätig gewesen, um den theoretischen Prüfungsteil und die Planungen für das Menü und die Dekorationen zu erledigen.
Eine Gruppe von Juroren beurteilte die Leistungen der angehenden Gastronomen. Ralph Kerkamm, Leiter der Abteilung Gastronomie an der BBS betonte in seiner Ansprache, dass alle Teilnehmer die bereits in der bisherigen Ausbildung erworbenen Kompetenzen im Wettkampf weiter ausbauen würden. "Dazu gehört persönlicher Einsatz, Mut, Ehrgeiz, Verzicht und die Akzeptanz sich von anderen belehren zu lassen und nach Niederlagen den Blick wieder nach vorn zu richten", zählte Kerkamm auf. Sieben Berufsfachschüler wirkten außerhalb der Wertung mit, um Teams zu komplettieren und ihren Schulkameraden so die Teilnahme am Wettbewerb zu ermöglichen.
Platzierungen sind in nebenstehendem Artikel aufgezählt.
Foto: bb
33 angehende Gastronomen dürfen nach der Teilnahme am Wettbewerb wertvolle Preise entgegen nehmen. Hier wurden die Gänge des Menüs auf Bananen notiert.