SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Zum zweiten Mal will die Samtgemeinde Rodenberg den Fahrzeugbedarf in ihren Ortswehren mit einer Sammelbestellung befriedigen. Einstimmig sprach sich der Feuerschutzausschuss dafür aus, im zweiten Halbjahr 2009 vier Autos auszuschreiben. Modelle vom Typ TSF mit jeweils einem Wassertank sind für Algesdorf, Altenhagen II, Reinsdorf und Soldorf vorgesehen. Schon vor drei Jahren hatte die Samtgemeinde in einem Verfahren gleich sechs Autos gekauft – und war damals auch überregional auf Aufmerksamkeit gestoßen.
Vor allem das Alter der Modelle wird als Grund für den Ersatz genannt. Die Verwaltung verspricht sich Einsparungen insbesondere bei den Betriebsstoffen und der laufenden Unterhaltung. Zudem sieht sie eine für alle Wehren gleiche Grundausstattung als notwendig an. Das gilt vor allem für die jeweils an Bord vorhandenen Wasserreserven: Dieser Vorrat hatte sich bei einem verheerenden Brand in Algesdorf vor zwei Jahren als sehr notwendig erwiesen. Alte Fahrzeuge besitzen diese Tanks nicht.
Wie Samtgemeindebürgermeister und Kämmerer Uwe Heilmann dem Ausschuss erläuterte, spreche für eine Mehrfachbeschaffung vor allem ein günstiges Ausschreibungsergebnis.
Während der Einzelpreis bei 90.000 Euro liege, könnte ein Komplettauftrag angesichts der gegenwärtigen Markt- und Wirtschaftslage erhebliche Einsparungen bringen. Heilmann schätzt das voraussichtliche Kostenvolumen auf 300.000 Euro. Diese Summe soll über zwei Haushaltsjahre verteilt finanziert werden. Die ersten 100.000 Euro sind für 2009 vorgesehen. Die Lieferung könnte in 2010 erfolgen.
Noch ist unklar, ob der Landkreis Schaumburg die vorgesehene Maßnahme bezuschussst, da nach seinen Richtlinien die Fahrzeuge erst nach 27 Jahren ersetzt werden dürfen. Aber die Samtgemeinde will anbieten, den erwarteten Förderbetrag vorzufinanzieren. Ihr ist die verbesserte Ausstattung auch vor dem Hintergrund möglicher Großschadenslagen wichtig.
Für die Investition gibt es jedoch noch einen Grund: "Dann sind wir endlich durch", betonte Heilmann auf Anfrage: Alle Wehren seien dann optimal ausgestattet. Große Investitionen im Feuerschutz dürften dann für einige Jahre nicht mehr erforderlich sein.