SAMTGEMEINDE RODENBERG
(al). Ein Blick zur Stadt Langenhagen hat die Kommunalpolitiker von CDU und Wählergemeinschaften Apelern und Rodenberg auf eine Idee gebracht: Ein "Schnupperkindergarten" sollte es geben, um Eltern und Nachwuchs einen "gleitenden Einstieg" zu ermöglichen und außerdem Erwachsenen Gelegenheit für Besorgungen zu bieten. Nach kurzer Debatte wurde ein Prüfungsauftrag an die Verwaltung erteilt: Die entstehenden Kosten sollten ermittelt und danach ein möglicher Bedarf erfragt werden.
Während Christdemokrat Udo Meyer voller Euphorie war und ein zweimaliges Angebot pro Woche für jeweils 2,5 Stunden anregte, differenzierten die SPD-Vertreter im Ausschuss für Jugend-, Sport-, Kindergarten- und Kulturangelegenheiten die beiden vorgebrachten Gründe. Eine Gruppe für den "gleitenden Einstieg" müsse nicht extra geschaffen werden; das würde in Absprache zwischen Kindergärten und Eltern schon heute reibungslos geschehen. Hinsichtlich der geforderten Betreuung bezweifelte Ausschussvorsitzende Marina Brand von vornherein "ob das die Kommune überhaupt tragen kann". Da wäre das Rodenberger "Backhaus" oder ein Verein die bessere Adresse. Verwaltungsmitarbeiter Reinhard Peter hatte unterdessen in Langenhagen recherchiert: "Die Stadt leistet dort gar nichts; das ist eine rein private Einrichtung." Meyer ließ indes nicht locker: "Aber wir könnten doch unsere Einrichtungen dafür öffnen." Sein Fraktionskollege Volker Dahle ging noch einen Schritt weiter: "Die Samtgemeinde sollte ein solches Angebot schaffen; das wäre ein wichtiger Standortfaktor." Für das Angebot könne dabei das übliche Verfahren gelten: "Bei mindestens acht Kindern wird die Gruppe gegründet."
"Ich hätte gern mal gewusst, was das überhaupt kostet", meldete sich Heinz Laufmöller (SPD) zu Wort. Sein Parteifreund Peter Friedrichkeit blickte in die gleiche Richtung: "Soll das auf alle Eltern von Kindergartenkindern verteilt werden", fragte er, "die Samtgemeinde kann sich doch nicht neue Lasten aufbürden". Am Ende entschied sich der Ausschuss bei einer Enthaltung dafür, den finanziellen Aufwand zu ermitteln und die Frage zu prüfen, ob Kindergartenräume für ein solches Angebot geöffnet werden könnten. Danach soll versucht werden, den Bedarf auszuloten. "Da müssen wir aber vorher den Eltern sagen, was das kostet", forderte Uwe Budde (SPD).