EXTERTAL (km). Die Industrie- und Handelskammer Lippe hat gemeinsam mit ihrem Pendant aus Bielefeld, der Bezirksregierung Detmold und der Handwerkskammer Ostwestfalen eine Kooperationsvereinbarung "Fit für Europa" geschlossen. Deren ist es, mehr Auszubildenden während der Lehrzeit ein Praktikum in einem europäischen Nachbarland zu vermitteln.
Haben bereits dreiwöchige Praktika in Polen und Ungarn absolviert: Claudia Wiegmann und Christian Edelmann (vorn im Bild) gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern.
Michael Wennemann, Geschäftsführer Berufliche Bildung bei der IHK Lippe, sieht angesichts der fortschreitenden Globalisierung größeren Bedarf, auch internationale Aspekte wie Fremdsprachen und Informationen über andere Länder in die duale Ausbildung einzubeziehen.
"Das Interesse der Unternehmen, ihre Auszubildenden zeitweise im Ausland einzusetzen, wächst. Von daher begrüßen wir die nun unterzeichnete Kooperation ausdrücklich. Sie hilft, Doppelarbeit vermeiden und bietet anfragenden Unternehmen und Auszubildenden wichtige Informationen zur Antragstellung und Durchführung von Auslandsaufenthalten."
Dors-Lothar Prokob und Klemens Lüchtefeld von der EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung bei der Bezirksregierung Detmold erläuterten die Inhalte der Kooperation. Nach dem erfolgreichen Vorläufer-Projekt "Fit für Mittel- und Osteuropa (MOE)" sollen über das neue Angebot mehr Jugendliche für Auslandsaufenthalte gewonnen werden. So sollen unter anderem gemeinsame Informationsveranstaltungen für Auszubildende angeboten, Info-Material veröffentlicht, die pädagogische Betreuung und die Vorbereitung von Lernaufgaben organisiert werden. "Wir gewährleisten die Betreuung über die Geschäftsstelle, aber auch über Lehrer an den meisten Berufskollegs in Ostwestfalen-Lippe," betonte Prokob.
Bislang nutzen das Angebot jährlich rund 35 Auszubildende. Die Kooperationspartner wollen die Teilnehmerzahl innerhalb des kommenden Jahres verdoppeln.