SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Die Gruppe aus CDU und den Wählergemeinschaften aus Apelern und Rodenberg will die Zuständigkeit für die Jugendarbeit von den Mitgliedsgemeinden auf Samtgemeindeebene verlagern. Deren Sprecher Volker Dahle forderte im Ausschuss für Jugend-, Kindergarten-, Sport- und Kulturangelegenheiten einen Grundsatzbeschluss und verlangte ein "Nachdenken über den Personalbedarf". Dahle verlangte zugleich, gemeinsam mit der Leiterin der Rodenberger Stadtschule über eine "sinnvolle, ergänzende Jugendarbeit der Samtgemeinde zu diskutieren".
"Wir nehmen das zur Kenntnis", erwiderte Peter Friedrichkeit für die SPD das Vorbringen, riet jedoch "zur Zurückhaltung". Denn ein solcher Schritt würde Personal- und Sachkosten nach sich ziehen: "Auf keinen Fall kann die Samtgemeinde einen Beschluss fassen und vielleicht sogar einen Jugendpfleger einsetzen, und die Gemeinden sollen dann zahlen."
Dahle wollte von einer solchen Diskussion nichts wissen: "Ob eine Kraft eingestellt wird, ist Aufgabe der Samtgemeinde." Auch gehe es ihm nicht um die Drohung einer Erhöhung der Samtgemeindeumlage. Friedrichkeit beharrte jedoch auf seiner Meinung: "Wir müssen erst mal abklopfen, welche Anträge Geld kosten."
Vorsitzende Marina Brand (SPD) sah es als notwendiger an, erst über die Inhalte von Jugendarbeit zu sprechen, bevor Stellen geschaffen würden. "Da hätte uns Frau Naber helfen können", kritisierte Dahle die Verwaltung, die Rodenberger Schulleiterin nicht eingeladen zu haben.
Der Lauenauer Heinz Laufmöller (SPD) verwies auf die "guten vorhandenen Strukturen von Jugendarbeit in den Mitgliedsgemeinden". Es gebe da "schon sehr viel." Das sah auch Friedrichkeit so: "Sorgen müssen wir uns um die Randalierer machen, die Häuser beschmieren oder am ZOB lungern." Vorsitzende Marina Brand schlug vor, die Diskussion mit dem Jugendparlament zu suchen. Deren Vertreter seien zur Sitzung eingeladen gewesen, bestätigte ein Sprecher der Verwaltung. Doch sei niemand gekommen. Bei einer Enthaltung will nun der Ausschuss einen weiteren Versuch starten, mit dem Nachwuchsrat über Ziele der Jugendarbeit zu beraten.