RINTELN (ste). "Einen Bus mit über 50 Sitzplätzen für nur 36 Personen - musste das denn sein?", so Detmar Bode vom Männergesangsverein Polyhymnia Möllenbeck. Es war unbedingt notwendig, wie sich später herausstellen sollte. Am Anfang war erst mal die Abfahrt in den frühen Morgenstunden aus dem Klosterdorf. Hamburg war das erste Ziel. Überpünktlich hatte Heinz, der Busfahrer, den ZOB erreicht. Eine charmante und -nach ihren Worten- nicht mehr ganz neue Gästeführerin begleitete die Gruppe dann über zwei Stunden im Bus durch die Stadt. Am hellichten Tage über die Reeperbahn zu fahren, ist natürlich nicht sonderlich interessant. Das amüsanteste waren noch die Anekdoten einiger Herren aus ihrer Jungendzeit. Nach der Besichtigung der St. Michaeliskirche, dem "Michel", endete diese Führung am Rathaus. Ein anstrengender Tag, der im Strandhotel in Tönning endete.
Dort konnte man gegen Mittemacht noch ein wunderbares Schauspiel bei ausreichendem Sternenlicht beobachten, und zwar wie die Eider, getrieben durch Wind und Flut, rückwärts floss. Die Grachtenfahrt in Friedrichstadt musste wegen zu hohen Wasserstandes ausfallen. Aber ein Bummel zu Fuß durch dieses reizende "Holländerstädtchen" war trotzdem für alle Mitreisenden wunderschön.
Besichtigt wurden dann der Geschlechterfriedhof in Lunden ebenso wie den Schauplatz der historischen Schlacht bei Hemrningstedt am 17. Februar 1500, Landschaftsformen von der Natur gestaltet oder von Menschenhand geschaffen.
Das quirlige Büsum wurde zum Bummeln und Shoppen angesteuert. Auf dem Weg zum Eidersperrwerk passierte es dann; auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herren wurde am Hof eines Kohlbauern gestoppt. Nun zeigte es sich, dass ein großer Bus seine Vorteile hat. Schubkarrenweise wurde eingekauft: Weißkohl, riesige Köpfe, aber auch andere Kohlsorten und Gemüse wollte nun ein jeder für den langen Winter bevorraten.
Rendsburg war am Sonntag trotz Regen und einer gewaltigen Umleitung bald erreicht.
Im wohltemperierten, glasüberdachten Boot ging es dann im Hamburger Hafen zu einer Rundfahrt und das Highlight war natürlich die "Queen Mary 2", die gerade wieder im Dock lag.
Bei der Fahrt durch die Speicherstadt allerdings tat sich das gleiche Problem auf wie in Friedrichstadt: das Wasser stand zu hoch unter den Brücken. Aber auch das kann einen Möllenbecker nicht erschüttern.
Rechtzeitig wie immer endete die Drei-Tage-Fahrt im Klosterdorf. Foto: privat