SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Mehr Besucher haben in der abgelaufenen Saison die beiden Freibäder der Samtgemeinde Rodenberg häufiger benutzt als in den Vorjahren. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Verwaltung jetzt dem Ausschuss für Jugend-, Kindergarten-, Sport- und Kutlurangelegenheiten vorlegte. Danach sind insgesamt 62 428 Gäste (2007: 45 524) registriert worden. Das entspricht einer Steigerung von über 37 Prozent. Die Einnahmen erhöhten sich von 64 713 Euro auf 72 293 Euro jedoch nur um 11,7 Prozent.
Rathausmitarbeiter Günter Wehrhahn zeigte sich rundum zufrieden über die vergangenen Monate. "Bäder werden leider immer Zuschussgeschäft bleiben", betonte er, "aber für uns sind sie ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur". Ihm sei keine Kommune bekannt, die sich noch zwei Einrichtungen dieser Art leiste. Wehrhahn berichtete weiter, dass sich die im Vorjahr ausgedehnten Öffnungszeiten weiter bewährt hätten. Auch die Frühschwimmzeiten würden gut angenommen. Allein in Rodenberg sind in den frühen Vormittagsstunden 2627 Personen ins Wasser gestiegen. Im Vorjahr waren es nur 2097. In Lauenau ging das Interesse leicht zurück: von 2824 auf 2752 Besucher. Offenbar sind die Besucher mit dem Freizeitangebot in den Sommermonaten einverstanden: "Wir hören mehr Positives als Negatives", bilanzierte Wehrhahn nach Befragen der Schwimmmeister.
Als sehr vorteilhaft habe sich erwiesen, dass die Samtgemeinde bereits Anfang Mai mit der ersten Schönwetterperiode pünktlich die Bäder eröffnen konnte. "Andere waren nicht so schnell", erinnerte sich Wehrhahn. Im Detail sind in Lauenau in der vom 3. Mai bis 14. September dauernden Saison 36.978 Besucher (2007: 27.544) gezählt worden. Das entspricht einem Zuwachs von 34,2 Prozent. In Rodenberg war es bei 25.450 Badenden gegenüber 17.980 ein Plus von sogar 41,5 Prozent.
"Der Erfolg hängt aber leider immer von der Witterung ab", kommentierte Wehrhahn die Zahlen, "das kann im nächsten Jahr schon wieder anders sein". Vor der nächsten Saison müssen in beiden Bädern noch hohe Investitionen verkraftet werden: Weil die jeweils über 30 Jahre alten Umwälzpumpen sich nur aufwändig reparieren lassen, wird eine Neubeschaffung als wirtschaftlicher angesehen. Die Kosten betragen jeweils 20.000 Euro.
Um die Attraktivität vor allem des Rodenberger Bades weiter zu steigern, regte Ratsherr Volker Dahle (CDU) eine "Kinderrutsche" an. "Wir haben doch eine", erwiderte daraufhin Wehrhahn, so dass der CDU-Sprecher seine Idee relativierte: Ein großes Gerät soll es sein. Da nickten auch die SPD-Vertreter: "Wenn sie reinpasst und bezahlbar ist", schränkte jedoch Peter Friedrichkeit (SPD) ein.