1. Investitionen in die Zentralkläranlage der Stadt

    Preispolitik im Sinne der Kunden betreiben

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (ste). Der Rat der Stadt Rinteln hatte bei der Gebührenanpassung für den Abwasserbereich im letzten Jahr beschlossen, weiterhin jährlich eine Gebührenkalkulation vorzulegen und die Gebühren dann entsprechend dem jeweiligen Ergebnis anzupassen.

    In der Zentralkläranlage der Stadt führt der Abwasserbetrieb auch in nächsten Geschäftsjahr wieder zahlreiche Investitionen durch.

    In seiner Sitzung am 12. November hat der Werksausschuss nun über die Gebührenbedarfsberechnung für das Jahr 2009 beraten und einstimmig beschlossen, die Schmutzwassergebühr ab dem 1. Januar von derzeit 2,10 Euro/Kubikmeter auf 2,16 Euro und die Niederschlagswassergebühr um einen Cent/Kubikmeter von derzeit 0,42 Euro auf 0,43 Euro im Jahr zu erhöhen.

    Bei 40 Kubikmeter pro Person Jahresverbrauch an Frischwasser beträgt die zusätzliche Belastung bei einem Vier-Personen-Haushalt für die Schmutzwasserbeseitigung bei einer Anhebung auf 2,16 Euro pro Kubikmeter im Jahr rund 9,60 Euro, errechnet der Abwasserbetrieb. Die Erhöhung der Niederschlagswassergebühr bewirkt bei 100 Kubikmeter befestigter Fläche eine Mehrausgabe von rund

    einen Euro pro Jahr.

    Bei der Nachkalkulation der Gebühren auf der Grundlage des Jahresergebnisses 2007 ergab sich im Schmutzwasserbereich eine Gebührenunterdeckung in Höhe von 443.000 Euro und bei der Niederschlagsentwässerung ein Minus von 171.000 Euro. Diese Beträge sind im Rahmen des Jahresabschlusses 2007 durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage gedeckt worden und belasten damit nicht die Gebührenzahler.

    Weiterer Beratungspunkt war der Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebes für das Geschäftsjahr 2009. Wichtige Bauvorhaben sind hier Investitionsvorhaben auf der Zentralkläranlage in Rinteln und die Weiterführung der Umstellung von Misch- auf Trennsystem in Steinbergen.

    Weiterhin wurden Aufträge für den Bau einer Prozesswasserbehandlungsanlage auf der Zentralkläranlage Rinteln mit einem Auftragsvolumen von rund 370.000 Euro und für den Bau eines Regenrückhaltebeckens im Bereich des Baugebietes Kendalstraße mit einem Auftragsvolumen von rund 200.000 Euro vergeben.

    Über die Gebühren und den Wirtschaftsplan muss noch der Rat der Stadt Rinteln beschließen.

    Was die Frage der Gaspreise betrifft, da stellte Jürgen Peterson auf Nachfrage von Gert Armin Neuhäuser von der WGS klar, dass die Einkaufspreise der Stadtwerke beim Erdgas einem Preissystem unterliegen, das mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Entwicklung der Heizölpreise reagiert; und zwar sowohl nach oben als auch nach unten. Peterson versprach, dass die Preispolitik auch weiterhin im Sinne der Kunden durchgeführt werde und man so schnell wie möglich mit der Preiskorrektur nach unten beginnen werde, wenn die Bezugspreise entsprechend nach unten korrigiert werden.Foto: ste

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an