1. WGS fordert Ausweitung des Krippenangebots

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    STEINBERGEN (ste). Die WGS will die Ablehnung der Erweiterung des Kindergartens Steinbergen nicht hinnehmen und hat das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung am 4. Dezember setzen lassen. In der Kindertagesstätte Steinbergen befinden sich derzeit eine Krippengruppe mit 14 Plätzen sowie zwei Kindergartengruppen mit 25 und 22 Plätzen.

    In einem Ortstermin des Verwaltungssausschusses am 4. November mit Besichtigung der räumlichen Gegebenheiten im Betrieb war deutlich geworden, dass sich zur Zeit in dem Gebäudetrakt, in dem die Krippengruppe untergebracht ist, auch die Küche der Einrichtung befindet. Durch den damit verbundenen "Durchgangsverkehr" wird die Krippengruppe immer wieder gestört. Im Gebäudetrakt der Krippengruppe besteht derzeit auch keine Möglichkeit, Ruhe- und Schlafangebote zu realisieren.

    Deshalb haben der Träger, die Leitung, Mitarbeiterinnen und Elternschaft bei der Stadt Rinteln darum gebeten, dass ein Anbau auf der dem Krippentrakt gegenüberliegenden Gebäudeseite realisiert wird. In diesem Anbau soll die Küche untergebracht werden. Die Krippengruppe würde dadurch Platz zur Befriedigung des Ruhe- und Schlafbedürfnisses der Krippenkinder gewinnen.

    Bürgermeister Buchholz stellte beim Ortstermin des Verwaltungsausschusses nach den Angaben von Gert Armin Neuhäuser dar, dass aus seiner Sicht die notwendigen Mittel in Höhe von 160.000 Euro für den Anbau von der Stadt aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht bereit gestellt werden könnten.

    Diesen Standpunkt will die WGS so nicht hinnehmen und kritisiert: "Wenn man 371.000 Euro für einen wenige hundert Meter langen Radweg am Weseranger raushaut und Immobilien wie den alten Hafen für 80.000 Euro auf Vorrat erwirbt, fehlt natürlich irgendwann das für die Kinderbetreuung notwendige Geld", schreibt WGS-Fraktionsvorsitzender Gert Armin Neuhäuser in einer Pressemeldung.

    Da aber auch die WGS kein ausgegebenes Geld neu drucken kann, ist sie anderweitig aktiv geworden:

    WGS-Ratsmitglied Antje Rinne hat durch intensive Gespräche mit der Landesschulbehörde und mit dem Landkreis herausgefunden, dass aller Voraussicht nach die Umwandlung des derzeitigen Krippenangebots in eine Ganztagskrippe nach dem Kinderförderungsgesetz mit 5.000 Euro pro Platz förderungsfähig ist: "Das Kinderförderungsgesetz soll in erster Linie den Ausbau eines qualitativ hochwertigen Betreuungsangebotes in Deutschland beschleunigen und den Eltern echte Wahlmöglichkeiten eröffnen. Eine Bezuschussung durch das Land würde den Eigenanteil der Stadt Rinteln massiv verringern und gleichzeitig die Möglichkeit eröffnen, die Kinderbetreuungsangebote in Rinteln positiv zu gestalten", so Antje Rinne.

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