LINDHORST. Halb Linghorst befand sich Montagnachmittag in heller Aufregung. Gegen 16 Uhr entdeckten mehrere Bewohner sowie einige Pkw-Fahrer ein ausgewachsenes Wildschwein mitten auf der Bahnhofstraße. Umgegend wurde die Lindhorster Polizeistation alarmiert und Wilfried Gellermann nahm die Fahndung auf. Noch auf der Anfahrt zum letzten Beobachtungspunkt waren seine Ermittlungen von Erfolg gekrönt. Vermutlich um nicht in die Fänge der Polizei zu geraten, flüchtete das Wildschwein auf ein ehemaliges Betriebsgelände an der Bahnhofstraße und konnte sich dort verstecken. Geistesgegenwärtig verschloß Hauptkommissar Gellermann das Zufahrttor und nahm den Flüchtling damit vorläufig in Gewahrsam. Über die Gefährlichkeit von gereizten Wildschweinen informiert, alarmierte der Polizeibeamte drei Jäger, die daraufhin, ebenfalls mit sehr gemischten Gefühlen, das Gelände betraten. Immerhin befand man sich mitten in bewohntem Gebiet und nicht im Wald, was das mögliche Schießen erheblich einschränkte. In die Enge getrieben stürmte das Wildschwein plötzlich aus dem Versteck, durchbrach ohne zu Zögern den Maschendrahtzaun, prallte gegen eine Holzwand und konnte unbehelligt über den Friedhof in den nahegelegenen Wald entschwinden. "Es hat einfach Schwein gehabt," so Gellermann nach dem Einsatz.
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"Schwein gehabt"
Wildschwein schreckt nachmittags Anwohner auf
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