1. Dorferneuerung nimmt nächste Hürde

    Heute Thema im Verwaltungsausschuss und im Stadtrat / Vorrangige Maßnahmen im Hochwasserschutz

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    BAD NENNDORF (pd). Die Pläne für die Dorferneuerung Riepen sind bei einer Enthaltung durch Andreas Fedler (FDP) von den Mitgliedern des Bauausschusses der Stadt Bad Nenndorf angenommen worden. Heute soll die Verabschiedung im Rat und im Verwaltungsausschuss folgen. Bei Zustimmung, und danach sieht es im Moment aus, hat das zuständige GLL- Institut dann das nächste Wort. Vor allem in Bezug auf die Förderwürdigkeit der einzelnen Projekte dieses Programms.

    Gleich zu Beginn der Aussprache im Bauausschuss dämpfte der zuständige Bauamtsleiter Kampen allzu große Euphorie. Die weiteren bürokratischen Abläufe könnten sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. Jetzt komme es darauf an, dass die Maßnahmen im Programm auch als Förderwürdig angesehen werden. Andererseits machte Kampen auch deutlich, dass der aufgestellte Maßnahmenkatalog genügend Handlungsspielraum für weitere Projekte hergeben würde.

    Lob kam von Simone Strohmeier vom betreuenden Büro "InfraPlan" in Celle. Sie zeigte sich zum einen erfreut über die rasche Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm. Zum anderen sei sie überrascht gewesen von dem Engagement der Riepener Bürgerinnen und Bürger. "Wir haben jeden Stein im Dorf umgedreht", erinnerte sich die Planerin. 20 Personen seien aktiv an der Planung beteiligt gewesen. Jetzt werde es darauf ankommen, im Engagement nicht nachzulassen. Sie erinnerte an den Umsetzungszeitraum von sechs Jahren. Der Dorferneuerungsplan sei letztendlich nicht mehr oder weniger als eine "Wunschliste". Nun müsse es darum gehen, Ziele genau zu definieren und Zeitpläne aufzustellen. Weil das Dorferneuerungsprogramm in einer Bürgerversammlung in Riepen bereits im Detail vorgestellt worden waren, begnügte sich Simone Strohmeier im Bauausschuss mit einer kurzen Präsentation. 2,28 Millionen Euro stehen für private und öffentliche Maßnahmen zur Verfügung. In einer Art "Prioritätenliste" verwies sie auf vorrangige Maßnahmen im Bezug auf den Hochwasserschutz. Bei der Vergabe an Fördergeldern für private Investoren würden vorrangig Landwirte berücksichtigt werden.

    Dirk Tegtmeier, SPD-Ratsherr aus Riepen, forderte eindringlich, die Aussicht gestellten Fördergelder im Dorf "nicht außer Acht zu lassen", auch wenn wenn die Stadt Bad Nenndorf in den nächsten Jahren erhebliche Mittel in die Innenstadtsanierung stecken müsse. Jens Obenhaus (CDU) interessierte, was Riepen selbst in die Dorferneuerung investieren würde. Am Ende sorgte auch seine Frage, die ohne schlüssige Antwort blieb, nicht für eine Ablehnung der Pläne in Riepen. Acht Ratsvertreter stimmten mit "Ja" und es gab keine Gegenstimme.

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