RODENBERG (pd). Wenn es lang anhaltend regnet, schauen viele Anwohner des Wohngebietes "Auf der Kammer" mit einer gewissen Unruhe aus dem Fenster. Nicht selten sehen sich die Anlieger größeren Wassermassen ausgesetzt, die sich schließlich unkontrolliert in Gärten oder in den Straßen verteilen. "Da gibt es schon kritische Situationen", musste auch Jörg Döpke vom Bauamt in der jüngsten Fachausschuss-Sitzung einräumen. Jetzt sollen im Haushalt 2009 Gelder dafür bereitgestellt werden, eine fundierte Prüfung der Oberflächenentwässerung durchzuführen.
"Ein Entwässerungskonzept ist notwendig", machte Döpke gleich zu Beginn der Aussprache über den Tagesordnungspunkt "Oberflächenentwässerung Baugebiet Auf der Kammer" deutlich. Bei stärkeren Niederschlägen würde Oberflächenwasser von landwirtschaftlich genutzten Grundstücken im Westen in Richtung des Wohngebietes ablaufen. Dort würde sich das Wasser an vorhandenen Grundstücksmauern oder Sockeln ohne Ableitung sammeln und ungeordnet über Wohngrundstücke und auf die öffentlichen Verkehrsflächen laufen. Wasser und Bodensedimente könnten dabei auch Gefährdungen auf der Straße verursachen, heißt es weiter in der Vorlage der Bauverwaltung. Eine Ableitung des Oberflächenwassers zu den öffentlichen Entwässerungsanlagen ließe sich nicht uneingeschränkt realisieren. In der hydraulischen Bemessung der Rohrquerschnitte im Wohngebiet "Auf der Kammer" seien die Wassermengen von den landwirtschaftlichen Flächen nicht berücksichtigt worden. Jetzt müsse von Fachleuten geprüft werden, in welchem Umfang über diese Querschnitte hinaus zusätzliche Entwässerungsfunktionen gewährleisten werden können. Ziel sei die schadlose Ableitung der Wassermassen, die von den landwirtschaftlichen Flächen vor allem im Bereich Erfurter Weg über die tiefer liegenden Grundstücke laufen.