1. Grüner Pfeil für Rechtsabbieger

    Rat und Verwaltung halten an Ampelanlage fest

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    RODENBERG (pd). Das, was bei der ersten Vorstellung der Umgestaltungspläne für den Kreuzungsbereich Lange Straße/Allee/Tor bereits im Frühjahr für Kritik gesorgt hat, ist in den aktualisierten Plänen vom Büro Weinkopf jetzt ganz verschwunden.

    Bei den Ausbauplänen für die Umgestaltung des Kreuzungsbereichs sind die Ampeln wieder berücksichtigt. Zwei Verkehrsinseln sollen für zusätzliche Sicherheit sorgen. Und ein "Grüner Pfeil" soll den Rechtsabbiegern aus der Langen Straße ein zügiges Einscheren in die Allee ermöglichen. Verwaltung und Politik haben sich in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wege und Umweltschutz nach kurzer Aussprache einstimmig auf eine Ausbauvariante geeinigt. Dabei sollen Ampeln auch weiterhin den Verkehr regeln. Eine Kreisellösung ist aus Platz- und Kostengründen wohl endgültig vom Tisch. Die Ampeln sollen mit neuer LED-Lichttechnik ausgestattet werden, wie Jörg Döpke vom Bauamt den Ausschussmitgliedern vortrug. "Um Betriebs- und Wartungskosten zu senken", lautete die Begründung. Alles in allem werde man durch die jetzt vorliegenden Pläne eine "schöne einheitliche Verkehrsfläche erhalten", ist Döpke überzeugt. Die Kosten für den Ausbau bezifferte die Verwaltung mit 354 000 Euro.

    Um den Fußgängern das Überqueren der Straßen Allee und Tor zu erleichtern, sollen zwei Verkehrsinseln installiert werden. Die eine wird auf der Straße Tor kurz vor der Einmündung in die Lange Straße gebaut werden, die zweite soll in Höhe der Bushaltestelle auf der Allee entstehen. Den genauen Standort der so genannten Querungshilfe in diesem Bereich werde man in Einklang mit der Ausfahrt vom "Hotel Stockholm" bringen, bekräftigte der Verwaltungssprecher. Um die Sicherheit für die Fußgänger in diesem Bereich zu erhöhen, soll die Sandsteinmauer auf einer Länge von zwei Metern geöffnet werden.

    Auf breite Zustimmung sind die Pläne bei den Ratsvertretern gestoßen. Vor allem die Querungshilfe in Höhe "Hotel Stockholm" wird für sehr wichtig erachtet. Die Verkehrsinsel werde die Autofahrer zum Warten zwingen, wenn dort ein Bus hält und Fahrgäste aussteigen. Dies sah der SPD-Fraktionssprecher aber anders. Er sieht die Insel mehr als "Sicherheitsrisiko". Es könnte zu gefährlichen Situationen kommen, weil Autofahrer hier zum Überholen ansetzen würden. "Weil sie es so gewohnt sind", ergänzte Hans-Dieter Brand.

    Kritik kam auch von CDU-Sprecher Carsten Schulz. Diese bezog sich auf den "Grünen Pfeil" für die Autofahrer, die von der Langen Straße nach rechts in die Allee einfahren wollen. "Wegen der Verkehrsinsel an der Stelle können da gar keine Autofahrer rechts an den anderen wartenden Pkw vorbeiziehen", glaubt Schulz. Er ist der Meinung, dass ohne eine Verbreiterung der Langen Straße in diesem Bereich der "Grüne Pfeil" keinerlei Vorteile bringen werde.

    Nach den Worten von Döpke geht die Stadt davon aus, dass für den Ausbau der Kreuzung Städtebau-Fördermittel fließen würden. Als nächster Schritt sei vorgesehen, die Umbaumaßnahmen mit den Verkehrs- und Straßenbaubehörden abzustimmen. Der Ausschuss empfahl, im Haushalt 2009 die notwendigen Mittel für die Umgestaltung einzusetzen.

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