1. Ein Rückblick auf mehr als 75 Jahre Ehrenamt und Aktivität

    Große Historie der "Feuerwehr Hohnhorst" beim Kommers

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    HOHNHORST (Ka). Die Freiwillige Feuerwehr Hohnhorst unter der Leitung von Ortsbrandmeister Gerald Schaper blickte beim Kommers anlässlich des 75-jährigen Jubiläums auf ein großes Stück Historie zurück. Der kirchlichen und dörflichen Chronik war ein Teil des großen Engagements um die Helfer in der Not erhalten geblieben.

    Trotz Großfeuers im Jahr 1783, welches einen Teil des Ortes zerstörte. Der Name "Feuerschutz" trat erstmals 1836 in den Büchern auf, die mit einer Feuervisitation des Kurhessischen Kreisamtes Schaumburg mit Sitz in Rinteln einherging. Schon damals ruhte das Augenmerk der Obrigkeit auf einwandfreie Nutzung des Equipments und feuerwehrtechnischer Komplett-Ausstattung. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Feuerlöschwesen bis hin zu den Feuerwehren heutiger Prägung. Der Titel "Brandmeister" wurde den Unterlagen aus dem Jahr 1880 entnommen. Er erhielt in dieser Funktion jährlich 6 Mark aus der Kirchspielkasse. Wie ein spannender Roman liest sich die Hohnhorster Feuerwehr-Geschichte bis in das heutige Zeitalter, denn das Ehrenamt und die Freiwilligkeit erhielt eine immer größere Bedeutung. Hinzu kommen die psychischen und physischen Belastungen der Kameraden, die vermehrt wegen schwerer Verkehrsunfälle ausrücken.

    Der Grundstein für die Freiwillige Feuerwehr Hohnhorst wurde in einer Sitzung im Jahr 1933 festgesetzt. Unter dem Brandmeister "Tischlermeister Conrad Riechers" wurden kräftige und passende Mitglieder für den Aufbau der Wehr gewählt. Die Kriegswirren raubten nicht nur wertvolle Jahre, sondern auch Unterlagen und sorgten für eine Stilllegung der Wehr. Die Einsatzbereitschaft war aber ziemlich schnell wieder hergestellt und Heinrich Bruns übernahm die Wehr-Führung. Nachwuchs konnte mit der Gründung einer Jugendfeuerwehr im Jahr 1976 gesichert werden. Zahlreiche Einsätze zur Rettung von Menschen und Tieren, Gefahrenabwendungen, Groß-, Mittel- und Kleinbrände, Objektsicherungen, Verkehrs- und Bahntrassen-Unfälle, Übungen, Wettbewerbe, Lehrgänge und Fortbildungen bestimmten die Jahre der Kameraden. Eine große Portion Trauer oblag beim Rückblick im stillen Gedenken an den viel zu früh verstorbenen Ortsbrandmeister Volker Grüning, den die Kameraden Anfang Februar diesen Jahres zu Grabe trugen. Seit 1992 leitete Grüning erfolgreich, diszipliniert und vorbildlich die Ortswehr Hohnhorst. Mit einem kleinen nachdenklichen aber auch zuversichtlichen Gedicht über die Feuerwehr rahmte Schaper die Laudatio zu Ehren aller freiwilligen Helfer in der Not. Foto: ka

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