1. Neue Kraft für das "Magic House"

    Ausschuss einigt sich auf Wiederbesetzung der "400-Euro-Stelle"

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    RODENBERG (al). Das Rodenberger "Magic House" wird auch weiterhin von einer professionellen Kraft betreut. Darauf hat sich der Rodenberger Ausschuss für Jugend, Kultur und Heimatpflege einstimmig verständigt und um Eile gebeten: Nur 36 Stunden nach der Entscheidung erschien im SW bereits das Stellenangebot.

    Jedoch: Mehr als 400 Euro will sich die Stadt "ihr freiwilliges Engagement" (Ratsherr Carsten Schulz, CDU) nicht kosten lassen. Seine Meinung, "400 Euro ist besser als nichts", teilten die übrigen Ausschussmitglieder. Uwe Märtens (SPD) verwies auf weitere Mittel, die an die von den örtlichen Vereinen geleistete Betreuung gesteckt würden: "Jugendarbeit ist doch nicht nur Magic House".

    Anlass für die Diskussion war die Kündigung der bisherigen Betreuungskraft, die nach eigenen Angaben ihre Ziele im Rahmen der beschränkten Tätigkeit nicht habe verwirklichen können (SW berichteten). Nun forderte Ralf Sassmann (WGR) "schnellstmöglich" Ersatz und regte dabei eine interkommunale Zusammenarbeit an. Seine Idee: Eine Kraft könnte 20 Stunden im Auetal leisten und für weitere Zeit nach Rodenberg kommen. Doch auch er räumte ein: "Eine Halbtagsstelle wäre zuviel." Sassmann verwies zugleich auf die bevorstehende Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Rodenberg: Dann werde man sehen, ob überhaupt Bedarf bestehe.

    Gegen die Splittung einer Stelle auf zwei Kommunen wandte sich Hans-Dieter Brand (SPD) und sah "arbeits- und haftungsrechtliche Probleme". Zugleich warf er der Mehrheitsfraktion "blinden Aktionismus" vor: "Erst wird nach Bad Nenndorf geblickt, jetzt ins Auetal. Wir sind für die Stadt zuständig und haben hier unsere Arbeit zu machen." Beisitzer Fred Angerstein meldete sich zu Wort und schlug die Verlagerung der Jugendarbeit auf Ebene der Samtgemeinde vor.

    "Dieser Antrag ist gestellt", verwies Schulz auf einen aktuellen Antrag seiner Partei. Diesem gab Peter Friedrichkeit (SPD) jedoch wenig Chancen auf Verwirklichung: Eine Vollzeitkraft würde ein Punkt Samtgemeindeumlage bedeuten, rechnete er Schulz vor. Davon entfielen auf die Stadt 60 Prozent oder anteilig 25.000 Euro im Jahr: "Da können wir gleich Vorreiter sein und eine halbe Stelle schaffen."

    Doch davon wollte Schulz nichts wissen: "Mehr als 400 Euro im Monat ist im Rahmen unseres Haushalts nicht möglich." Das sah auch Vorsitzende Catrin Döpke so. Die neue Stelle wird zunächst befristet bis zur Einführung der IGS besetzt. Dann riet Ignaz Stegmiller (FDP) zur erneuten Prüfung des Bedarfs. Er glaube jedoch bereits jetzt, dass das Jugendangebot weiter fortgesetzt werden müsse. Ob dies noch im Magic House möglich sein könne, brachte Döpke in Sorge: Vielleicht werde das landkreiseigene Gebäude für IGS-Zwecke benötigt.

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