AUETAL/LANDKREIS (tt). Viele Vogelarten haben ihre Jungen schon lange groß gezogen, und Störche und Schwalben sammeln sich sogar schon für den Flug nach Süden. Aber die heimischen Schleiereulen sind in diesem Jahr ungewöhnlich spät noch am Brüten. Das haben Dorothea Ocker und Marc Jameson vom Naturschutzbund (NABU) Auetal festgestellt, die 20 Nistkästen für die Schleiereulen im Auetal betreuen.
Die Eulenart hat dieses Jahr aus Nahrungsmangel gar nicht oder sehr spät mit der Brut begonnen. Viele Nistkästen seien leer geblieben. Nur in zwei Kästen, so Ocker und Jameson, konnten Bruten festgestellt werden. Eine bei der Familie Kämpfe in Rolfshagen und eine weitere in der Gaststätte Thöneböhn in Borstel. Jameson konnte zusammen mit Klaus Otten, Hobby-Ornithologe und Obernkirchener Experte für Schleiereulen, Anfang August vier junge Schleiereulen, die noch im Kasten kuschelten, beringen. Mit Rolf Bostelmann, Fritz Borcherding und Marc Jameson hängt und betreut Peters die Schleiereulenkästen in Rodenberg und Umgebung.
Im Landkreis gibt es rund 150 Kästen für die Schleiereulen, die häufig auch vom Turmfalken genutzt werden. In Niedersachsen wird ihr Bestand auf 2500 Paare geschätzt.