RINTELN/GOSLAR (km). Als Dank für ihre ehrenamtliche Arbeit hatte der Landfrauenverein Rinteln-Hessisch Oldendorf jetzt seine Ortsvertrauensfrauen zu einer Fahrt nach Goslar eingeladen. Ziel war das Bildungshaus des Niedersächsischen Landfrauen, das "Haus am Steinberg" in Goslar. Seit 50 Jahren wird dort ein breites Spektrum an Bildungs- und Freizeitprogrammen angeboten.
"In moderner Vereinsführung ist es längst eine Selbstverständlichkeit," erläuterte Vorstandsmitglied Heidrun Kuhlmann: "Mitgliederbeiträge werden durch ein Lastschriftverfahren eingezogen, und Informationen vom Vorstand an die Basis werden mit der Post ins Haus geschickt. - Die heimischen Landfrauenvereine erlauben sich in dem Zusammenhang einen bemerkenswerten Luxus: Sie haben "Ortsvertrauensfrauen", die um einen persönlichen Kontakt mit den Frauen innerhalb ihres Ortes bemüht sind.
"Gerade in einer Zeit, wo in unserer Gesellschaft vieles anonymer wird," so Heidrun Kuhlmann, "wird hier gegen den Mainstream Wert auf persönliche Kontakte, Gespräche, Besuche und eine Kultur der Achtsamkeit Wert gelegt." Ohne stabile, lebendige kleine Zellen könne auch das Leben im Großen nicht gelingen - und lange vor Hape Kerkeling etwa hätten die Damen die Biene als Symbol entdeckt.
Es tue gut, wenn man ab und zu sagen dürfe: "Ich bin dann mal weg". Wer im Leben gefordert werde, befanden die Landfrauen, der müsse auch gefördert werden. Wer viel zu schultern habe, der müsse als Ausgleich regelmäßig seine inneren und äußeren Akkus aufladen.
Und das "Haus am Steinberg" biete für diese Fälle eine Fülle von Möglichkeiten, in guter Atmosphäre, bei vollwertiger Ernährung - und das in einer Stadt, die von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden ist. Davon konnten sich die Landfrauen aus dem Bereich Rinteln/Hessisch Oldendorf jetzt vor Ort selbst überzeugen.