1. Frauen diskutieren über soziale Verantwortung von Unternehmern

    Podiumsdiskussion bei der IHK Lippe über die Gesellschaft und die Ökonomie

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    EXTERTAL (km). Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen - oder zu "Neudeutsch" Corporate Social Responsibility (CSR) - ist aktuell eines der meist diskutierten Themen in der Wirtschaft. Drei Vertreterinnen namhafter lippischer Unternehmen, Sabine Elting (Weidmüller Interface), Annik Erdmann (STG Beikirch), Angela Joseph (Phoenix Contact) sowie Professorin Dr. Uta Pottgiesser (Vizepräsidentin der Hochschule Ostwestfalen-Lippe) und Silke Quentmeier (FAIR - Frau und Arbeit in der Region) diskutierten in der Industrie- und Handelskammer Lippe über die Vorteile des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen.

    Tauschen beim Podiumsgespräch ihre Meinungen aus (von links): Anke Fabian, Sabine Elting, Uta Pottgiesser, Silke Quentmeier, Angela Josephs, Axel Martens, Petra Kersting und Annik Erdmann

    Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe, wies darauf hin, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer schon immer über ihren eigentlichen Unternehmenszweck hinaus für Sozial-, Kultur- oder Sportförderung engagiert hätten. Im Gegensatz zu früheren Diskussionen werde heute aber offen über den wirtschaftlichen Nutzen gesprochen. Selbstverständlich sei ohne den finanziellen Spielraum, der aus der wirtschaftlichen Betätigung resultiere, die finanzielle Basis für gesellschaftliches Engagement nicht vorhanden. Heutzutage sei es entscheidend, die ökonomischen Ziele der Unternehmen und die gesellschaftlichen Ziele zusammenzuführen.

    Alle Podiumsteilnehmerinnen waren sich in einer gemeinsamen Erklärung einig, dass die Einhaltung ethischer Grundsätze, die Beachtung der Nachhaltigkeit, das Engagement für Bildung und Themen wie Arbeitssicherheit und Umwelt sowie der faire Umgang mit Kunden und Lieferanten für die von ihnen vertretenen Unternehmen von großer Bedeutung seien. Gesellschaftliches Engagement müsse zum Unternehmen passen und als Teil der Unternehmensstrategie verstanden und eingesetzt werden.

    Für die Unternehmen sei gesellschaftliches Engagement eine Chance, sich für Fachkräfte zu profilieren und von Mitbewerbern zu differenzieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlten sich in einem solchen Umfeld wohl, weil sie als Arbeitskraft und als Mensch akzeptiert würden. Verantwortungsvolle Unternehmer bekennten sich aber nicht nur zu ihren Mitarbeitern und deren Familien, sondern auch zum heimischen Standort. Nicht zu kurz kommen dürfe die Kommunikation dieser Aktivitäten, um auch anderen Mut zu machen, sich zu engagieren. CSR sei nicht abhängig von der Größe; gerade der Mittelstand leiste eine Vielzahl von Beiträgen, die allerdings häufig nicht bekannt seien. Auch die Hochschule OWL versteht sich nach dem neuen Hochschulfreiheitsgesetz als Unternehmen, das Visionen entwickelt und Veränderungen ermöglichen muss. Ein Beitrag zum CSR sah Professorin Dr. Uta Pottgiesser in der Kompetenzförderung und der Entwicklung von Lern- und Teamfähigkeit sowie der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden. -

    Der "Manager-Talk" ist eine Veranstaltungsreihe des Zentrums Frau in Beruf und Technik (Castrop Rauxel), unter der Leitung von Petra Kersting sowie Anke Fabian, Inhaberin von "EiQ inspirational quality" in Düsseldorf. Ziel der Serie soll es sein, in NRW das Know how von Frauen in Führungspositionen publik zu machen. Das ZFBT wird durch den Europäischen Sozialfonds unterstützt.

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