1. Es wird schwerer, Helfer zu finden

    Kulturring erhofft sich Unterstützung vom Arbeitsamt / Vorstand bestätigt

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    RINTELN (ste). Trotz eines Rückgangs von etwa zehn Prozent bei den verkauften Karten für die angebotenen Kulturveranstaltungen bilanzierte der neue und alte Kulturring-Vorsitzender Einhard Bormann eine gute Saison und berichtete dabei auch von Veranstaltungen, die bis auf den letzten Platz ausgebucht waren, darunter das Theaterstück zum Zentralabitur "Wojciech" oder auch die Sinnesfreuden und das Neujahrskonzert. Bei Letzterem wird es eine organisatorische Änderung geben. Der Kartenvorverkauf findet künftig nur noch bei der Volksbank in Schaumburg und beim Kulturring statt. Jahr für Jahr gibt es hier einen regelrechten "Run" auf die Karten, dem der Kulturring mit zwei festgesetzten Vorverkaufsterminen Herr werden will. Mitglieder des Kulturrings und Abonnenten können am 1. Dezember Karten ordern (maximal vier pro Mitglied) und der Vorverkauf für Nichtmitglieder findet am 10. Dezember statt. Bestellungen "auf Liste" wird es davor nicht geben, kündigte Bormann an. Die Frage, wie man den Wunsch der vielen Menschen nachkommen kann, die keine Karten ergattern konnten, blieb bei der Jahreshauptversammlung des Kulturring erst einmal offen. Organisator Wolfgang Westphal regte an, über zwei Konzerte nachzudenken und auch eine Anhebung des Eintrittspreises ist in der Diskussion, denn ein Zuschussgeschäft bleibt es allemal für den Kulturring.

    Der alte und neue Vorstand des Kulturring mit Geschäftsführerin Anneliese von Meien, Dorothee Beckmann, Petra Mehrens, Vorsitzender Einhard Bormann, Eberhard Kirsch und Wolfgang Westphal wird sich in der kommenden Saison Gedanken machen über die Anhebung der Preise für die Kultursaison 2009/2010; in dieser Saison bleiben die Preise noch stabil.

    Probleme bereitet dem Kulturring die Frage der Helfer für den Aufbau und den Abbau im Brückentorsaal. Nachmittagsunterricht erschwert die Hilfe von Schülerinnen und Schülern und Hilfe erhofft man sich nun vom Arbeitsamt. Schatzmeister Eberhard Kirsch dankte in seinem Bericht insbesondere Anneliese von Meien als Geschäftsführerin des Kulturring für ihre sorgfältige Buchführung, die immerhin ein Volumen von 99.000 Euro umfasst. Allein 60.000 Euro gehen dabei für die Gagen der Künstler durch die Bücher: "Wir mussten für unsere gute Qualität auch die Rücklagen angreifen", so Kirsch, der zusammen mit dem Vorstand den "Stein der Weisen" für eine Harmonie zwischen Einnahme und Ausgabe noch nicht gefunden hat. Nachdem die Preise für die kommende Saison noch stabil gehalten werden konnten, denkt der Kulturring jetzt offen über steigende Eintrittspreise nach. Kirsch dankte der Stadt Rinteln für ihren konstant hohen Zuschuss von 35.000 Euro und gab zu bedenken, dass sie Schaumburger Landschaft ihre Zuschüsse für die Rintelner Kultur auf 7.000 Euro zurückgefahren habe. Den Rückgang in den Besucherzahlen brachte Kirsch auf den Punkt: "Es mangelt den Leuten nicht an Lust auf Kultur; doch wenn das Brot im Hause fehlt, spart man als erstes an dem Luxus Kultur!" Bei den anschließenden Wahlen wurde der Vorstand mit Einhard Bormann an der Spitze, Petra Mehrens und Wolfgang Westphal als Stellvertreter, Eberhard Kirsch als Schatzmeister und Dorothee Beckmann als Schriftführerin im Amt bestätigt.

    Foto: ste

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