1. Die Stadt muss für Klarheit und Fortsetzung der Sanierung sorgen

    Arbeiten am "Alten Museum" unterbrochen / Arbeitskreis Denkmalschutz sieht Handlungsbedarf

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (km). Besorgt über den bereits seit fast einem halben Jahr andauernden Baustopp des Eigentümers ausgerechnet bei den Bestands-Sicherungsmaßnahmen am Alten Museum (Kirchplatz) zeigten sich jetzt die Mitglieder des Heimatbund-Arbeitskreises Denkmalschutz. "Hier ist jetzt die Stadt gefordert, schnellstmöglich für Klarheit und die unverzügliche Weiterführung der abgebrochenen Bauarbeiten zu sorgen," so hieß es einmütig auf der Sitzung der Denkmalschützer am vergangenen Mittwoch in der Eulenburg.

    Anfang des Jahres war mit den Sicherungsmaßnahmen begonnnen worden, nachdem der Hamelner Architekt Lippelt seinem Auftraggeber zu verstehen gegeben hatte, dass das Baujuwel weitere zwei Winter nicht überstehen würde. Die Einschätzung wurde wenig später bestätigt, als der mit dem Abtrag der alten Farbe beauftragte Malermeister Deutsch aus Hameln die Arbeiten wegen der von ihm dabei schon oberflächlich festgestellten erheblichen Schäden Anfang April abbrechen musste. Weil ein danach von dem Architekten Lippelt erstelltes Gutachten über Art und Ausmaß der Schäden sowie die zu treffenden Maßnahmen längst vorliege, sei es für die Mitglieder des Arbeitskreises nicht nachvollziebar, so Pressesprecher Werner Zimmermann, dass trotz des für jedermann ersichtlichen bedrohlichen Zustand des Gebäudes nichts geschehe.

    Anschaulich berichtete Jürgen Traub, wie er kurz vor der Frühjahrsmesse selbst erlebt hatte, dass sich Steine aus dem oberen Bereich des Gebäudes gelöst hätten und auf den Boden gefallen seien. Zum Glück, so Traub, seien keine Menschen in der Nähe gewesen.

    Misstrauisch, berichtetet Werner Zimmermann, mache den Arbeitskreis, dass die Versuche, bei dem Architekten und dem Eigentümer Näheres über die zukünftigen Pläne zu erfahren, regelrecht abgeblockt worden seien und auch bei der Stadt keinerlei Informationen über die Absichten des Eigentümers vorlägen. "Sollte der Eigentümer wegen der Kosten etwa kalte Füße bekommen haben - und wollte er sich jetzt um die dringlichen Sicherungsmaßnahmen drücken," formulierten die Mitglieder des Arbeitskreises.

    Die Bitte, für Klarheit und die sofortige Weiterführung der Sicherungsarbeiten zu sorgen, haben die Denkmalschützer mittlerweile an die Stadt herangetragen. Und in vier Wochen, bei der nächsten Zusammenkunft des Gremiums, soll das Thema erneut auf der Tagesordnung stehen. Foto: km

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an