RINTELN (ste). Nachdem nun im Schulausschuss die Beantragung einer IGS für Rinteln entschieden worden ist, wird die endgültige Entscheidung der Stadtrat am 25. September treffen. "Dass dieser Antrag viel zu spät kommt, und dass sich dieses Versäumnis der Bürgermeister zuschreibt und es gleichsam dem Rat anheftet, kann man zwar respektieren aber nicht akzeptieren", so Paul E. Mense von der FDP.
"Dieser Vorgang zeigt, dass ein langfristig angelegtes Entwicklungskonzept der Stadt vermutlich nicht vorhanden ist." Man könne jetzt nur darauf hoffen, dass dieser nachträgliche Antrag nicht zu Verzögerungen bei der Umsetzung des Antrages führe, den der Kreistag am 8. Juli zur Einrichtung der drei IGS-Standorte verabschiedet hatte. "Aber was machen wir, wenn Rintelns IGS-Antrag - was zu vermuten ist - abgelehnt wird?", fragte sich Mense. "Ich schlage vor, den Rintelner Antrag in der kommenden Ratssitzung dahingehend zu erweitern, dass bei Ablehnung einer IGS für Rinteln wenigstens die Einrichtung einer KGS (Kooperative Gesamtschule) genehmigt wird. Mit einer KGS hätten wir dann erreicht, dass "der Zug" nach der Ablehnung nicht endgültig abgefahren wäre", so der FDP Ratsherr.
In einer KGS finden sich die drei Säulen Haupt-, Realschule und Gymnasium wieder; in einigen Fächern wird säulenübergreifend in Lerngruppen unterrichtet, so dass auch hier die Forderung nach integrationsförderndem Unterricht erfüllt wird; die Rahmenrichtlinien der drei Schulzweige bleiben erhalten, so dass auch die Abschlüsse denen der Haupt-, Realschule und des Gymnasiums entsprechen.
Es gibt die KGS ohne Oberstufe, so dass der Gymnasialabschluss an einer bestehenden IGS mit Oberstufe oder an einem Gymnasium erreicht werden kann.
"Eine KGS kann sich problemlos zu einer reinen IGS weiterentwickeln, wobei diese Entwicklung sich nach den schulischen Gegebenheiten (Räume, Lehrpersonal und anderes) richtet und sich schrittweise vollziehen kann",so Mense.
Eine solche KGS-Mischform bietet sich in Rinteln nach Meinung des FDP-Vorderen geradezu an, auch weil Rinteln über die erforderlichen Räumlichkeiten verfügt.
Und auch das Ziel der KGS, den Schülern trotz des überwiegenden Unterrichts in einem eigenständigen Schulzweig, Schnittstellen und damit Übergänge in einen anderen Schulzweig zu ermöglichen, werde erreicht, so Mense abschließend.
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