1. Klingt gut, ist aber nicht haltbar: FDP will keine Windkraft an der Weser

    Starke Worte, schwache Wirkung: "Mit uns nicht!" / Sinnvoller Energiemix

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    RINTELN (ste). Der FDP-Ortsverband Rinteln diskutierte auf seiner letzten Mitgliederversammlung auch über das Thema Windkraft und man war sich sehr schnell darin einig, dass sich Windkrafträder in Wohngebieten und in der Nähe von Wohngebieten von selbst verbieten; aber auch in landschaftlich schönen Gegenden seien sie nicht zu akzeptieren. In einer Pressemeldung schreibt er: "Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass ihre Lebensqualität nicht beeinträchtigt wird, und auch der Natur- und Landschaftsschutz dürfen bei diesem Ansinnen nicht vernachlässigt werden," so Paul-E. Mense. "Es ist schon erstaunlich, wie man auf die Idee kommen kann, im Bereich Westendorf die Landschaft mit Windrädern zu verschandeln; und da Windräder auch keine touristischen Highlights sind, haben sie in unserem schönen Wesertal schon gar nichts verloren!"

    Klingt gut, ist aber nicht ganz so. Alle Bemühungen der Stadt und des Landkreises, die "Schönheit der Landschaft" in Westendorf gegenüber dem Verwaltungsgericht als vorrangig darzustellen, scheiterten. Vorbelastungen durch Bahnstrecke und Betonbetrieb und die Tatsache, dass die Schaumburg als Kulturgut weit entfernt nicht durch die Windräder gestört würde, veranlassten das Verwaltungsgericht zu einer echten "Klatsche" gegen Stadt und Landkreis. Wer jetzt noch meint, sich mit markigen Worten gegen die Windkraft in diesem Bereich zu wenden, tut dies unter Verkennung der rechtlichen Voraussetzungen und wirkt populistisch.

    In seiner Pressemeldung betont Mense auch, dass seiner Meinung nach die Windkraft aus einem sinnvollen Energiemix nicht wegzudiskutieren sei und das man aus energiepolitischen Gründen nicht auf sie verzichten könne: "Wir wollen als Liberale die Windkraft auch nicht verhindern, aber wir müssen kritisch sein und Einspruch anmelden, wenn aus der Notwendigkeit ein zu profitabler Selbstzweck wird." Seiner Meinung nach gehöre Windenergie dort hin, wo die Effizienz der Windkraft zum günstigsten Kosten-Nutzen-Verhältnis führt und den besten Ertrag verspricht. "Und das ist wohl nur an der Nord- und Ostseeküste der Fall!" Klingt gut, ist vielleicht auch so, verkennt aber die rechtliche Realität in der Stadt Rinteln, die außer Westendorf keine geeigneten Flächen für Windkraftanlagen ausweisen konnte.

    Foto: ste

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