SCHAUMBURG (km). Obwohl in der Nachbarschaft gleich eine ganze Serie weiterer Veranstaltungen im Angebot waren, konnten sich die Veranstalter der mittelalterlichen Marktes auf der Schaumburg freuen; am Samstag und vor allem am Sonntag war der Laden dermaßen proppenvoll, dass verkehrstechnisch bald gar nicht mehr ging: Der Berg wurde von einer Blechlawine regelrecht überrollt.
Zum neunten Mal diente die Schaumburg auf der Innenseite indessen als perfekte Kulisse für eine Vielzahl von Attraktionen. Die Hobby-Zeitreisenden von Ragnarök e.V. hatten wieder eine richtige kleine Stadt mit fast allem, was dazu gehört, aufgebaut. Neben den optischen Highlights mit rüstungsklirrenden Rittersleut‘ und tollkühnen Schwertkämpfern fanden sich auf dem Rundgang über das Burggelände auch eine Vielzahl von kleinen Ständen, an denen verschiedene Handwerker ihre original alten Künste vorführten - und die fertigen Produkte zum Verkauf anboten.
Wie schon in den letzten Jahren hatte das Publikum schließlich auch diesmal wieder diverse Möglichkeiten, selbst in das Geschehen einzugreifen. Bei der musikalischen Unterhaltung dominierten Melodien aus der Zeit der Minnesänger - von schräger Blasmusik oder nervtötendem Techno-Gewummere keine Spur.
Und in Sachen leibliches Wohl konnten die Besucher einige Alternativen zu der von anderswo gewohnten Bratwurst- und Bier-Verköstigung erleben: Hanffladen oder Kartoffelstücke mit Knobisauce etwa waren nur ein kleiner Auschnitt aus dem Gesamtangebot. Foto: km