BAD NENNDORF (Ka). Die Jüdische Gemeinde unter dem Vorsitz von Marina Jalowaja ist seit 6 Jahren eine feste Institution in Bad Nenndorf und setzt sich aktiv für einen internationalen wie auch kulturellen Dialog ein. Die Überwindung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist eine Vorraussetzung, um unsere Gesellschaft zukunftsfähiger zu machen, so die Vorsitzende. Anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Staates Israels begrüßte sie in der Wandelhalle über 150 Gäste, darunter die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinde von Niedersachsen Mary Sofer, Pastorin Elke Pankratz-Lehnhoff, Bad Nenndorf ist bunt-Bündnissprecher Dietmar Buchholz, den Leiter des Stadtarchivs Hannover Karljosef Kreter und den stellvertretenden Bürgermeister Willi Wilkening. Die Feierstunde galt dem Rückblick Israels Demokratie mit der Unabhängigkeitserklärung ebenso, wie den verschiedenen Glaubensrichtungen, Kulturen, Sprachen und Rassen. Kommunikation und Kompromissbereitschaft tragen zum harmonischen Miteinander bei und schlägt Brücken zu allen Menschen. Die Jüdische Gemeinde in Bad Nenndorf unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Gemeinden in Deutschland, so Jalowaja. Sie bietet ihrer Gemeinde ein religiöses Gemeindeleben mit Gottesdiensten, Festtagsfeiern, Religionsunterricht, kulturellen Veranstaltungen, Vorträgen, Sprachkurse, Sozialberatungen und kooperativen Veranstaltungen mit den örtlichen Initiativen an. Demokratie lebt, wenn sie der humanen Entfaltung der Gesellschaft dienen soll, denn Begegnungen von Menschen der unterschiedlichen Konfessionen und Herkünfte erleichtern den interkulturellen Dialog. Dieses Ziel wird in der Jüdischen Gemeinde gelebt, so dass allen interessierten Bürgern die Türen zum Gemeindeleben offen stehen. Gerahmt wurde der Festtag mit Speisen aus der traditionell jüdischen Küche und Klezmermusik von der Gruppe "Imperia". Foto: ka
Ludmila Nekrasova und Marina Jalowaja mit Tochter Polina laden zum Festtagsschmaus ein.