LAUENAU (al). Das regelmäßige Training des Personals im Lauenauer Senioren- und Pflegeheim "Nora" hat sich ausgezahlt: Ein brennender Fernseher in einem der Bewohnerzimmer ist ohne Folgen geblieben. Als die Feuerwehr eintraf, war der Brandabschnitt bereits evakuiert und alle Türen des Bereichs geschlossen worden. "Vorbildliches Verhalten", lobte Feuerwehr-Pressesprecher Mirko Lattwesen.
Es war am vergangenen Freitag kurz nach dem Mittagessen, als die Brandmeldeanlage anschlug. Der Alarm ist für die uniformierten Helfer des Fleckens fast schon Routine: Die empfindlichen Geräte haben allein in diesem Jahr bereits sieben Mal reagiert. Doch stets handelte es sich um Fehlfunktionen oder belanglose Ursachen wie zum Beispiel Wasserdampf. Doch diesmal handelte es sich um ein ernstes Vorkommnis. Schon bei ihrem Eintreffen wurden die Helfer auf den Brandherd und die eingeleiteten Maßnahmen aufmerksam gemacht. Vorsorglich forderte der Einsatzleiter weitere Unterstützung durch die Pohler Feuerwehr an. Wegen der Besonderheit des Objekts und der zumeist geringen Mobilität der Bewohner wollten die Verantwortlichen sichergehen. Doch die Kameraden aus dem Sünteldorf konnten bald unverrichteter Dinge wieder abrücken.
In der Zwischenzeit hatte ein Trupp unter schwerem Atemschutz bereits das betroffene Zimmer betreten und den Fernsehapparat abgelöscht.
Darin könnte wohl eine defekte Platine einen Kurzschluss mit seinen Folgen ausgelöst haben. Der Fernseher wurde ins Freie geschafft. Außerdem sorgten Drucklüftern in der Etage wieder für saubere Luft.
Die Feuerwehr war übrigen nur eine Stunde zuvor schon einmal in der Nähe im Einsatz. Ein Hauseigentümer im Ernst-Barlach-Weg hatte nach Brandgeruch über die Leitstelle die Helfer alarmiert. Die kurze Suche erbrachte ein verblüffendes Ergebnis: In der Küche war es in einer Steckdosenblende zum Defekt gekommen, der das Plastik verschmorte.