RINTELN (ste). 14 Mitglieder zählt die Gruppe "1019 Schaumburg" der Bundesdeutschen Sektion von "amnesty international", doch Unterstützung bei ihrer Arbeit erfährt die Gruppe darüber hinaus von rund 40 finanziellen Förderern und 30 Helfern.
Egbert Schulz aus Bad Eilsen, Peter Dreßke aus Stadthagen sowie Christel und Gerhard Wieding aus Bückeburg präsentierten jetzt in den Räumen der Sparkasse Schaumburg in Rinteln ihre Ausstellung mit Themen aus dem Wirkungskreis von "ai", die bis zum 19. September zu sehen sein wird. In Bückeburg und Stadthagen erfreute sich die Ausstellung schon vieler Besucher. Sie findet statt anlässlich des 60. Jahrestages der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die UNO.Seitens der Sparkasse freute sich Dirk Ackmann, dass er ein Forum für die Präsentation dieser sinnvollen Arbeit bieten konnte.
Wenn Christel Wieding über das Engagement der Schaumburger Gruppe zugunsten von Menschen weltweit erzählt, dann geschieht das mit jeder Menge Herzblut. Besonders vor der Olympiade habe man unzählige Briefe nach China gesandt, um zum einen sich speziell für einzelnen Personen einzusetzen, zum anderen aber auch auf die unmenschlichen Verhältnisse hinzuweisen, unter denen Wanderarbeiter die olympischen Stätten bauen mussten.
Und man kann auch Erfolge vorweisen. "Rund 35 Prozent der Fälle, um die amnesty international sich kümmert, können entweder aus der Haft entlassen werden, bekommen juristische oder familiäre Unterstützung, von der sie vorher nicht einmal träumten, oder ihnen wird auf andere Weise geholfen", weiß Gerhard Wieding. Auch die Schaumburger Gruppe hat solche Erfolge. Ein Uigure aus Xinjiang in China, der wegen seines Glaubens inhaftiert war, ist wieder frei und jetzt kümmert sich die Gruppe um einen iranischen Intellektuellen, der sich gegen die Anordnungen der Regierung wandte und deshalb im Gefängnis sitzt.
Wer sich über die Arbeit von "ai" informieren möchte, sollte sich die Ausstellung in der Sparkasse unbedingt anschauen.
Foto: ste