Obernkirchen (nb). 52 Jahre sind ins Land gegangen, bevor Günter Schumann seine Mitschüler aus vergangenen Tagen anlässlich eines Klassentreffens Ende Juli wieder sah. Sie alle verbinden gemeinsame Erinnerungen. Viele aus dem Jahrgang 1941/42 haben den zweiten Weltkrieg und dessen Auswirkungen bewusst miterlebt und mussten sich gegen Kriegsende aus ihrer Heimat in die Ungewißheit aufmachen, fliehen vor den Bomben, den Russen, oder sie sind vertrieben worden. Erhard Schellmann fuhr mit Großeltern, Cousin und Cousine von Breslau in der Bahn nach Norddeutschland, Erwin Müller verließ Breslau mit einem Handwagen und hatte ebenfalls eine beschwerliche Bahnreise durchzustehen, bevor er Stadthagen erreichte.
"Wir wurden erstmal auf Bauernhöfe geschickt, dort wurden Arbeitsfähige gebraucht", berichtet der spätere Schwimmmeister des Sonnenbrinkbades.