1. Startschuss im Oktober

    Pflegeheim am Seetor / Projekt-Entwickler Greve informiert Denkmalschützer

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    RINTELN (km). Die Pläne für das Neubauprojekt Pflegeheim am Seetor haben jetzt auch den Heimatbund-Arbeitskreis Denkmalschutz beschäftigt. Der Projekt-Entwickler Walter Greve von der Hamelner Kontur Bau Vision GmbH war jetzt eigens zu den Denkmalschützern in die Eulenburg gekommen, um die im Rathaus zur Genehmigung vorgelegten Pläne vorzustellen.

    Fazit am Ende der intensiven Diskussion: Erleichterung - und gleichermaßen Bauchschmerzen bei den Mitgliedern des Arbeitskreises: Die jetzt endlich bevorstehende Beseitigung des unansehnlichen Komplexes "Rohbraken" sei ein Riesengewinn für die Stadt, so das einmütige Urteil der Denkmalschützer. Im Hinblick auf den generell in Zukunft noch weiter ansteigendem Bedarf an Seniorenwohnanlagen mache die geplante Nutzung auch langfristig Sinn. Dimension und Gestaltung des als viergeschossiges Atriumhaus geplanten Bauvorhabens allerdings machen dem Arbeitskreis Sorgen. Ausgangspunkt der vorgebrachten Bedenken ist der sensible Standort unmittelbar am südlichen Eingang der Fußgängerzone, einem der ehemaligen historischen Stadttore (Seetor). Ob sich das Vorhaben tatsächlich in die nähere Umgebung einfügen lasse, wie gesetzlich vorgeschrieben, wurde in der Diskussion eher bezweifelt. Die Einrichtung von 82 Pflegeplätzen, die vom Betreiber aus wirtschaftlichen Gründen vorgesehen sind, führe zu einem entsprechend hoch dimensionierten Baukörper. Die mit 16,27 Metern vorgesehene Firsthöhe übersteige zwar nicht die des Rathauses gegenüber - im Vergleich mit der südlichen und westlichen Umgebungsbebauung zeige sich aber, dass die Gebäudehöhen dort erheblich niedriger seien.

    Bedenken wurden auch wegen der Gebäudelänge geäußert. Die geplante Frontlänge von mehr als 40 Metern bei einer Traufenhöhe von zirka zehn Metern könnte, so die Befürchtung, unter Einbeziehung der Südfassade des Rathauses eine Tunnelwirkung ausgerechnet für den Josua-Stegmann-Wall zur Folge haben.

    Als Orientierung für die Gestaltung könnte nach dem Urteil des Arbeitskreises durchaus die städtische Gestaltungssatzung mit herangezogen werden.

    Der Neubau selbst liege zwar - knapp - außerhalb ihres räumlichen Geltungsbereichs, die Satzung gelte aber uneingeschränkt für die unmittelbare Umgehungsbebauung.

    Projektentwickler Greve hofft, nach einer erteilten Baugenehmigung den Bau schon im Oktober mit dem Abriss des Hauses des früheren Tierarztes Dr. Lampe beginnen zu können. Die Fertigstellung erwartet er für Ende 2009. Foto: km

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