1. Kunststücke unter dem Kuppelzelt

    Kleine Akrobaten im "Mitmachzirkus" präsentieren mitreißendes Programm

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    LINDHORST (nb). "Manege frei!" hieß es für die 50 Kinder des Zirkus Zippolino, die drei Tage lang jeweils fünf Stunden hart, aber auch mit viel Freude, für diesen Moment trainiert haben: einmal richtig Zirkusluft schnuppern und vom Publikum nach dem Auftritt bei der großen Abschlussveranstaltung bejubelt werden. Allerhand Artistik gab es zu bestaunen, Fakire wechselten sich mit Einrad-Akrobaten, Trapezkünstler mit Showeinlagen der Clowns ab. Exotisches wie die "Bambusläufer" fehlten genauso wenig wie gut einstudierte Seilsprung-Tricks, alles um dem Publikum einen kurzweiligen Abend zu bereiten. Ganz gemäß Neigung, Fähigkeiten und Mut eines Kindes werden die Disziplinen ausgewählt und umgesetzt, der Spaß bleibt an erster Stelle. Zum zweiten Mal fand in Lindhorst im Rahmen der Ferienspass-Aktionen des Ortsjugendrings das Projekt "Mitmachzirkus" statt und stieß sofort auf großen Anklang bei den Sechs- bis Zwölfjährigen. Finanziert wurde der Großteil des Angebotes durch das "NiKo"-Projekt des Landkreises Schaumburg, nur eine kleine Eigenbeteiligung wurde von den Kindern entrichtet. Die Magister-Nothold Schule stellte ihr Gelände für die Zeit der Vorbereitungen zur Verfügung und bot mit der Rasenfläche vor dem Gebäude ausreichend Platz zum Aufstellen des nostalgischen Zeltes. "Die Kinder lieben Zirkus und waren gleich Feuer und Flamme mitzumachen" berichtete Claudia Kittel-Seifert von NiKo, "das war auch der Grund, warum wir uns dieses Jahr wieder dafür entschieden haben". "Auch die Resonanz von Eltern, Verwandten und Freunden ist immer nur positiv, diesmal ist das Zelt sogar ganz besonders voll", bemerkte Schulsozialarbeiterin Birgit Schukowski, die sich während der Proben um die Verpflegung des Zirkusnachwuchses gekümmert hat. Dass die Kleinen wie die Größeren sehr fleißig geübt haben und mit viel Einsatz und Energie bei der Sache waren, konnte man ihnen ansehen. So tolle Leistungen innerhalb so kurzer Zeit möglich zu machen ist schon beachtlich. Gregor Saborowski und Kerstin Steinfuß, beide Zirkusartisten und Verwandte der Familie Belly, betreiben das Projekt bereits seit fünf Jahren in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und besuchen Kindergärten und Schulen. "Die Kinder machen bei uns wertvolle Erfahrungen, lernen mit Lampenfieber umzugehen und entdecken, was Teamfähigkeit bedeutet", so Zirkusdirektor Sabrowski, "ein großes Lob von mir, alle haben das toll gemacht und viel Mut bewiesen".

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