SCHAUMBURG (ste). Das Übungsszenario, das Friedel Garbe als der Leiter des 1. Zuges der Kreisbereitschaft Süd seinen Aktiven auferlegte, war umfangreich. Garbe hatte zusammen mit seinem Stellvertreter Bernd Entorf den Brand eines Werkstattgebäudes auf dem Gut Coverden in Schaumburg angenommen und dabei noch einige Lageverschärfungen eingebaut. So gab es ein gefährdetes Lager mit Spritzmitteln, eine durch starken Westwind und Funkenflug in Brand geratene Halle und mehrere Fässer mit feuergefährlichen Flüssigkeiten, die es zu sichern galt. Als dann auch noch ein Schweinestall in Brand gerät und zudem ein Mähdrescher heiß läuft und es auf dem Feld zu einem Flächenbrand kommt, da rotierten die etwa 80 eingesetzten Feuerwehrleute des ersten und vierten Zuges der Kreisbereitschaft ordentlich. Ein Grund, warum das Gut Coverden für die Übung ausgesucht wurde, ist die relativ schlechte Wasserversorgung am Gut. Für die Feuerwehrleute bedeutete es den Aufbau eines Wassertransports durch Tanklöschfahrzeuge.
Ein kleiner Patzer mit feuchten Folgen. Unter Druck lässt sich der Schlauch nicht an die Verstärkerpumpe kuppeln.
Kritisch schauten Garbe und Entorf auf die Bewältigung der Lage und notierten sich auch die Schwachstellen in der Kette. Doch davon gab es bei den eingespielten Team relativ wenig. "Wir üben, um besser zu werden", so Bernd Entorf, der viel Lob für die freiwilligen Blauröcke hat: "Man darf nicht vergessen, dass wir auf Ortsebene, in der Stadtfeuerwehr und hier sogar in der Kreisbereitschaft aktiv sind!" Und so meisterten die eingesetzten Feuerwehrleute sowohl die Menschenrettung aus dem Gefahrenbereich, die Befreiung einer eingeklemmten Person, die Brandbekämpfung und die Wasserförderung als auch die eingespielten "Sonderlagen" bravourös. Foto: ste