RINTELN (ste). Mit einem genialen Federstreich in Form eines Mitwirkungsverbotes für einige Ratsmitglieder schafften SPD und Grüne einst die theoretischen Grundlagen für den Bau einer Fußgängerzone in Rinteln; dennoch dauerte es noch Jahre, bis auch die praktische Umsetzung erfolgte. Politisch stark umstritten, denn der Rat wankte zwischen verkehrsberuhigtem Bereich und konsequenter Fußgängerzone. Die Angst bei den Geschäftsleuten ging um, die Innenstadt werde wie in anderen Fußgängerzonen veröden. Heute will sie niemand mehr missen, obwohl die Innenstadtgeschäfte während der Bauzeit mit Lärm, Dreck und Einbußen leben mussten. Vor fünf Jahren, am 13. September 2003, eröffnete Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz feierlich die Fußgängerzone und jetzt soll deren 5. Geburtstag gefeiert werden.
Die organisatorische Leitung der Feier hat der Stadtmarketingverein "Pro Rinteln" und deren Stadtmanagerin Annette Achilles. Am 6. September - aufgrund des Ökomarktes am 13. September eine Woche vorgezogen - sind Kinder im Grundschulalter dazu aufgefordert, sich als Pflastermaler zu betätigen. Von 10 bis 13 Uhr sollen sie die Fußgängerzone von Bruno Kleine bis zum Fischgeschäft Rehbock mit ihren Malereien verschönern. Alle Kinder erhalten eine kleine Überraschung für ihre Mühe und sollten sich bis zum 3. September bei Pro Rinteln im Bürgerhaus anmelden. Thema der Malkünste soll die Zahl "5" sein; passend zum Geburtstag.
Die Kreide wird von Pro Rinteln gestellt. Am Ende soll sich ein Bildband quer durch die Stadt ziehen. Besonders die Kinder stehen an diesem 5. Geburtstag im Mittelpunkt des Geschehens. Annette Achilles hat bewusst auf Musik und Imbissbuden verzichtet und weist darauf hin, dass die Fußgängerzone auch so eine ganze Menge zu bieten hat.
Der Reiz der Rintelner Fußgängerzone ist groß. Jede auch noch so kleine Veranstaltung in Rinteln zieht Menschen in großer Zahl in die Stadt.
Parkmöglichkeiten sind reichlich in fußläufiger Entfernung vorhanden. Ein attraktiver Mix von Einzelhandelsgeschäften zieht sich wie ein roter Faden durch die Stadt und natürlich wird der Geburtstag auch in ihnen gebührend gefeiert. Foto: ste