RINTELN (km). Viele Krankenkassen haben zu Beginn des neuen Jahres ihren Beitragssatz erhöht. Carsten Wahle, Geschäftsführer der Barmer Ersatzkasse in Rinteln, weist darauf hin, dass der Beitragssatz von Deutschlands größter Krankenkasse stabil bleibe und es 2008 keine Beitragserhöhungen geben werde.
Zu Irritationen komme es häufig im Zusammenhang mit dem neuen Gesundheitsfond, der am ersten Januar 2009 starte. "Mit dem Gesundheitsfond wird der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen einheitlich sein," klärt Carsten Wahle auf. Der einheitliche Krankenkassenbeitrag werde am ersten November dieses Jahres von der Bundesregierung festgelegt und gelte dann ab dem ersten Januar 2009.
Ziel des Fonds sei es, so Carsten Wahle über die Hintergründe, die Finanzströme der Krankenversicherung zu bündeln und so "für mehr Transparenz und Gerechtigkeit" zu sorgen. Wie bei der Renten-, Pflege-und Arbeitslosenversicherung lege die Bundesregierung künftig auch den Beitragssatz für alle Krankenkassen einheitlich fest.
"Die Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern fließen in den Fonds, ebenso wie wachsende Steuermittel für die Krankenversicherung der Kinder," erläutert Carsten Wahle die Details. "Aus diesem Topf," so der Versicherungsfachmann, "erhalten die Kassen einen einheitlichen Grundbetrag für jeden Versicherten. Zuschläge für überdurchschnittlich viele alte und kranke Versicherte sollen die unterschiedlichen Risikostrukturen der Kassen ausgleichen. Der Einheitsbeitrag soll so hoch festgesetzt werden, dass er zum Start des Fonds rechnerisch sämtliche Gesundheitskosten abdeckt. Wenn Kassen mit dem ihnen zugewiesenen Geld nicht auskommen, dürfen sie von den Versicherten einen Zusatzbeitrag verlangen, ebenso sind Rückzahlungen möglich wenn Kassen Geld übrig haben." Foto: km