1. Weitere Mittel für die Kindergärten

    Nenndorfer Samtgemeinde-Ausschuss stellt Weichen für mehr Personal

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    SAMTGEMEINDE NENNDORF (pd). Eine Vielfalt an Themen aus dem Bereich Erziehung und Bildung stand bei der jüngsten Sitzung des Nenndorfer Samtgemeinde-Ausschusses auf der Tagesordnung. Die Ratsvertreter haben dabei unter anderem positive Entscheidungen für eine Ausweitung von Betreuungszeiten und die Einstellung einer zusätzlichen Kraft getroffen.

    "Wir erfüllen die gesetzlichen Vorgaben, einen Kindergartenplatz für jedes Kind ab dem dritten Lebensjahr in der Samtgemeinde Nenndorf zur Verfügung zu stellen", erklärte Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese in einem Pressegespräch im Rathaus. Dabei könne eine Ortsnähe, aber keine Wohnortnähe, garantiert werden. "Eine gewisse Entfernung müssen wir den Eltern beim Transport ihrer Kinder zum Kindergarten allerdings zumuten", macht Reese deutlich. Die Mittel seien begrenzt. Er verwies nochmals auf Einrichtungen aus freien Trägerschaften, die in Bad Nenndorf zur Verfügung stehen würden.

    Einmal meinte der Verwaltungschef damit den als Verein geführten Waldkindergarten. Dieser hatte einen Antrag auf weitere finanzielle Unterstützung gestellt, um die Betreuungszeiten der einen Gruppe um eine Stunde täglich ausweiten zu können. "Derzeit werden die Jungen und Mädchen dort von acht bis zwölf Uhr betreut. Die Eltern wünschten sich die Ausweitung auf 13 Uhr. Der Samtgemeinde-Ausschuss sprach sich mit breiter Mehrheit dafür aus, die sich daraus resultierenden Mehrkosten anteilig mit zu tragen. Die für den Waldkindergarten geltende "Defizitabdeckung" erhöht sich damit um 9000 Euro pro Jahr.

    Der Ev. Kindergarten an der Schillerstraße hatte einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Finanzierung einer zusätzlichen Hilfe gestellt. Diese Kraft sei notwendig, um bei der Ausgabe der im Kindergarten angebotenen Mittagessen zu helfen. Außerdem konnte die Einrichtung einen Nachweis über einen grundsätzlichen personellen Engpass vorlegen. Die Mehrkosten für die anteilige Übernahme von Kosten würden bei rund 11 000 Euro liegen, rechnete Abteilungsleiter Kurt Junior aus dem Rathaus vor. Die Zahlen über die Kindergarten-Bedarfsplanung hätten jedem Ratsvertreter schon längere Zeit vorgelegen, erklärte Reese in Bezug auf Kritik aus den Reihen der CDU-Samtgemeindefraktion. Im Bad Nenndorf stehe eine Nachmittagsgruppe im Kindergarten an der Erlengrundstraße zur Verfügung die sofort starten könne, wenn Bedarf gemeldet werden würde. Kurzfristige Probleme bei der Betreuung von Kleinkindern könnten auch durch Tagesmütter behoben werden, die vom Landkreis extra geschult werden würden.

    In den beiden Kindergärten in Samtgemeindeträgerschaft in Bad Nenndorf gebe es in den Vormittagsgruppen akute Platznöte. In den vier weiteren Einrichtungen in der Samtgemeinde stünden dagegen 40 freie Plätze zur Verfügung. "Haste liegt nicht hinterm Wald", meint der Verwaltungschef mit Blickrichtung auf Eltern aus Bad Nenndorf, die vehement weitere Kindergartenplätze in der Kurstadt fordern würden. Die Fahrten zu den Kindergärten der Nordgemeinden, die am Vormittag noch Kinder aufnehmen können, seien den Eltern zuzumuten, so seine Einstellung.

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