RINTELN (ste). Jürgen Evers ist sauer. Erst seit im Schaumburger Wochenblatt der Antrag von Gert Armin Neuhäuser (WGS) veröffentlicht wurde, dass Evers als Gast zum jährlichen Empfang für verdiente Bürgerinnen und Bürger beim Bundespräsidenten von der Stadt Rinteln benannt werden sollte, ist er selbst von diesem Versuch einer Nominierung informiert worden: "Herr Neuhäuser hat vorher mit mir kein Wort darüber gesprochen!"
Neuhäuser hatte in seinem Antrag an Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz schriftlich begründet, warum er in Jürgen Evers den richtigen Mann für dem Präsidentenempfang sieht. Evers habe sich mit "...hohem Sachverstand, großem Engagement und über Parteigrenzen hinweg für den Erhalt des Steinangers in Rinteln eingesetzt!", so Neuhäuser.
Jürgen Evers will nicht als Puffer zwischen Gert Armin Neuhäuser und Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz stehen und lehnt seine Nominierung zu einer Einladung beim Bundespräsidenten ab.
Doch Evers sah den Antrag eher als eine Provakation Neuhäusers gegenüber dem Bürgermeister, denn Neuhäusers Verhältnis zu Karl-Heinz Buchholz sei offensichtlich tief zerrüttet: "Ich möchte nicht als Puffer in einer Privatfehde zwischen den beiden missbraucht werden", so Evers in einem Telefonat. Er sieht seine Haltung gegen die Bebauung des Steinangers völlig losgelöst von seinem guten Verhältnis zu Buchholz. "Ich habe bereits mit dem Bürgermeister gesprochen und ihn gebeten, den Antrag schleunigst in den Papierkorb zu schmeißen." Ohnehin sei Dietrich von Blomberg - wenn überhaupt - der richtige Mann für eine solche Einladung, denn wenn es um die Frage der Steinanger-Bebauung gehe, so sei sein Engagement besonders groß gewesen.
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