1. Fördermittel für Rintelner Altstadt sind in Reichweite

    Arbeitskreis Denkmalschutz weist auf Bund-Länder-Programm zur Förderung historischer Stadtkerne hin

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    RINTELN (km). Der Stadt Rinteln winkt die Chance, schon im kommenden Jahr von einem neuen Bund-Länder-Programm zur Förderung historischer Stadtkerne profitieren zu können. Das ist das Ergebnis von Informationen, die der Heimatbund-Arbeitskreis Denkmalschutz jetzt auf Anfrage von zuständigen Stellen in Hannover und Berlin erhalten und im Anschluss an seine letzte Sitzung auch an die Stadtverwaltung weitergeleitet hat.

    Bereits im vorigen Jahr hatten Recherchen der Rintelner Denkmalschützer ergeben, dass das Niedersächsische Landesamt für Denkmalschutz dem Bund die Weserstadt zur Aufnahme in das geplante Förderprogramm vorgeschlagen habe, teilte Werner Zimmermann mit. Mit dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz West" sollen die Stadtkerne historischer Städte auch in den alten Bundesländern erhalten und gestärkt werden. Hintergrund, so Zimmermann, sei die negative Erfahrung, dass Abbruch und Neubau, beziehungsweise die Ausweisung immer neuer Baugebiete politisch bequemer sei als der die Ressourcen schonende Umgang mit dem Bestand.

    Nunmehr hat die Bundesregierung im Haushaltsplan 2009 mit insgesamt 90 Millionen Euro erstmals Mittel für das Programm freigegeben. Die erforderlichen Verwaltungsvereinbarungen zwischen dem Bund und den Ländern, die ihrerseits gegenfinanzieren müssen, sollen bis Ende 2008 abgeschlossen werden. Das Programm kann dann also anlaufen.

    "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", so hieß es jetzt übereinstimmend im Arbeitskreis Denkmalschutz zu den Chancen Rintelns, an die Fördertöpfe nun auch tatsächlich heranzukommen. Aus Sicht der Denkmalschützer dürfe deshalb mit den notwendigen Vorbereitungen nicht etwa gewartet werden, bis die Verwaltungsvereinbarung unter Dach und Fach sei.

    Mit Genugtuung nahmen die Sitzungsteilnehmer eine für das Niedersächsische Landesamt wesentliche Begründung für die Aufnahme Rintelns in das Förderprogramm zur Kenntnis: Als eine der ganz wenigen Städte in Niedersachsen hatte Rinteln auf Initiative des Arbeitskeises eine Erhaltungssatzung erlassen. "Das soll sich jetzt auch auszahlen," finden Werner Zimmermann und seine Mitstreiter.

    Insgesamt 400 Bauten stehen in Rinteln derzeit unter Denkmalschutz, davon rund 300 in der Kernstadt - praktisch die gesamte Altstadt. Die übrigen verteilen sich auf die Ortsteile, mit besonderem Schwerpunkt in Exten. Zu den geschützten Objekten zählen unter anderem zum Beispiel auch die Weserbrücke, das Bahnhofgebäude, die Kreishandelslehranstalt oder die ehemaligen Arbeiterwohnhäuser an der Friedrichstraße/Heinrichstraße.

    Denkmalgeschützte Objekte in den Ortsteilen sind unter anderem die Exterbrücke, das Ensemble in der Mittelstraße mit Park (Gut von Meien), die Orangerie in Exten, das Hotel Grafensteiner Höhe, der Große und Kleine Neelhof in Ahe, die Domaine Coverden, die Schaumburg und die Pagenburg, Schloss und Park Arensburg, Kloster, Pfarrhaus und Friedhof Möllenbeck sowie in Westendorf unter anderem auch eine "Leibzucht" und eine Scheune. Foto: km

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