1. Diskussion um ärztlichen Notdienst

    SPD befürchtet Verschlechterung der stationären medizinischen Versorgung

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    AUETAL (tt). Die aktuelle Diskussion im Landkreis Schaumburg um den Standort oder die Schließung der Krankenhäuser tangiert nach Meinung der SPD Auetal auch die Gemeinde Auetal. "Der angedachte Standort für einen Krankenhaus-Neubau in Nienstedt würde das Auetal von der stationären Versorgung abhängen", so überseinstimmen der Vorsitzende der SPD-Auetal, Andreas Watermann und der Fraktionsvorsitzende im Rat der Gemeinde, Hans-Jürgen Bethge, der den Bückeberg dabei als ein Hindernis hinsichtlich der lebensrettenden Erreichbarkeit ansieht.

    "Überwinden wir den kleinen Höhenzug durch eine bessere Verkehrsanbindung oder nehmen die Planer in Kauf, daß auch das Krankenhaus in Hameln erreichbar ist" ?, so Bethge weiter, der den Widerstand aus dem Bereich Rinteln zum jetzigen Planungsstand nachvollzogen kann. "Wir brauchen für das Auetal mit Blick auf die Bundesautobahn A 2 eine stationäre Versorgung in zumutbarer Entfernung". Aus Sicht der SPD führt die Neuordnung der Notdienstgebiete durch die Kassenärztliche Vereinigung ab 1. Januar 2008 bereits zu einer Verschlechterung der ambulanten Versorgung und zu kaum hinnehmbaren Fahrten (50 bis 60 km) für Arzt oder Patient. "Ein Erkrankter aus Wiersen muß unter Umständen zu einem Arzt ins Extertal fahren oder eine Mutter mit ihrem erkrankten Kind aus Laßbruch nach Rehren, entsprechend der Einteilung der Notdienstbereitschaft. Hinzu kommt noch, daß notwendige Arznei aus einer dienstbereiten Apotheke, je nach Bereitschaft, eventuell aus Bückeburg geholt werden muß. Dies ist einfach nicht patientenfreundlich", macht der Vorsitzende deutlich. Hier sollte besser koordiniert und organisiert werden. Die SPD Auetal appelliert an alle Beteiligten, daß am Krankenhaus Rinteln eine Notfallsprechstunde eingerichtet wird. Das hätte den Vorteil, daß immer dann, wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist, eine konkrete/verläßliche Behandlungsmöglichkeit schnellstens erreichbar ist.

    Gleichzeitig wird der Standort des Krankenhauses Rinteln gestärkt und die ambulante Versorgung im ländlichen Raum gesichert.

    Foto: tt

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