1. Berufliche Bildung wichtig für Standort-Sicherung

    Bildungsexperten diskutieren über künftige Herausforderungen / Zahlreiche Anregungen mitgenommen

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    EXTERTAL (km). "Wirtschaft bildet - Unsere Zukunft" - in Anlehnung an das Jahresmotto des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) beleuchteten Bildungsexperten in der IHK Lippe jetzt den Stand und die Trends in der beruflichen Bildung und diskutierten mit Personalverantwortlichen und Ausbildern über die Herausforderungen für die Zukunft.

    In einer Presse-Information fasste die IHK erste Resultate zusammen: Innerhalb kurzer Zeit werde der Ausbildungsmarkt durch einen Überhang an Ausbildungsstellen gekennzeichnet sein, und darüber hinaus werde sich durch die demografische Entwicklung auch der Arbeitsmarkt stark verändern. Die qualitative und quantitative Entwicklung der Fachkräfte werde die wirtschaftliche Entwicklung in Lippe und ganz Deutschland entscheidend mit bestimmen.

    IHK-Hauptgeschäftsführer Axel Martens betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der beruflichen Bildung für die langfristige Sicherung des betrieblichen Standorts. Dass Deutschland im Vergleich zu anderen Nationen in der beruflichen Bildung noch nachlegen müsse, um den Spitzenplatz in Technologie und Innovation zu verteidigen, zeigte Professor Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld und ausgewiesener Bildungsökonom, auf. Nach einer guten Ausbildung müsse die Qualifikationen ständig und in immer kürzeren Abständen aktualisiert werden, Weiterbildung zum Standard und als lebensbegleitend verstanden werden. Unternehmen wie auch Beschäftigte seien darauf angewiesen, mehr in die beruflichen Kompetenzen zu investieren. Professor Dr. Franz Wagner von der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn verdeutlichte die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Struktur der Schulabschlüsse und die verschiedenen Wege der beruflichen Bildung bis hin zu Studienabschlüssen. Durch die hohe Beteiligung der Wirtschaft an der beruflichen Bildung bestünden nicht nur Notwendigkeiten, sondern auch Chancen, die Qualifizierung der Fachkräfte mit zu gestalten und zu fördern.

    Was das für ihre Personal- und Ausbildungsarbeit vor Ort bedeutet, diskutierten Hermann Trompeter von "Phoenix Contact" in Blomberg und Dr. Eberhard Niggemann aus Detmold, zusammen mit Anke Hohlbaum vom Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg. Bereits jetzt arbeiten die beiden Unternehmen eng mit den Schulen vor Ort zusammen und engagieren sich in hohem Maß in der Berufsausbildung und der beruflichen Weiterbildung. Die Hochschulen der Region nutzen gern den engen Praxisbezug der Unternehmen im Rahmen technologischer und innovativer Projekte, und etliche Studierende finden hier ihr Thema der Bachelor- oder Masterarbeit. Zum Abschluss der Veranstaltung nutzten Ausbilder und Personalverantwortliche die Gelegenheit, die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und nahmen zahlreiche Anregungen mit in ihre Unternehmen.

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